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Di 26.01.2016

LSVD-Ratgeber zum Asylrecht auf Arabisch erschienen

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat seinen Online-Ratgeber zum Asylrecht für Lesben und Schwule jetzt auch in arabischer Sprache veröffentlicht.

Unter den vielen nach Deutschland geflüchteten Menschen befinden sich auch solche, die lesbisch, schwul, bi-, trans- oder intersexuell (LSBTI) sind - und sie gelten als besonders schutzbedürftig, da sie in mehrfacher Hinsicht von Diskriminierung bedroht sind. Das gilt sowohl für den Herkunfts- als auch für den Aufnahmestaat. Dass Verfolgung aufgrund sexueller Identität ein anerkannter Asylgrund sein kann, ist vielen Flüchtlingen, Beratungseinrichtungen und ehrenamtlichen Unterstützungsnetzwerken nicht bekannt. Im vergangen Jahr wurde außerdem wiederholt von Bedrohungen von LSBTI-Flüchtlingen durch homo- und transphobe  Flüchtlinge, aber auch durch Mitarbeitende in den Aufnahmeeinrichtungen berichtet. 

Unterstützung bei Fragen zum Asylrecht

Der LSVD hat deshalb mit finanzieller Unterstützung des Bundesfamilienministeriums einen Rechtsratgeber und einen kurzen Leitfaden zum Asylrecht in arabischer Sprache auf seiner Website bereitgestellt. Beide Ratgeber waren bereits in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache verfügbar. Nun soll er auch Flüchtlingen aus dem arabisch sprechenden Raum des Nahen Ostens und Nordafrikas bei Fragen zum Asylrecht besser zugänglich sein. Die Übersetzungen sind auf den Websites www.lsvd.de und www.queer-refugees.de erhältlich.