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Di 05.01.2016

Fachaustausch "Beratung und Unterstützung für intersexuelle Menschen"

Ein Fachaustausch zum Thema "Beratung und Unterstützung für intersexuelle Menschen (Menschen mit angeborenen Variationen der Geschlechtsmerkmale)" hat am 4. November in Bundesfamilienministerium stattgefunden. Eröffnet wurde er von Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist ab sofort hier zu sehen:

Caren Marks: Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

"Mir liegt daran, dass Politik aufmerksam zuhört und mitdiskutiert, wenn es um den Bedarf intersexueller Menschen geht. Ich bin ziemlich sicher, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland verbessert werden müssen", sagte Caren Marks bei der Erföffnung und wies darauf hin, dass man sich von der Vorstellung, es gäbe nur Mann oder Frau, in unserer vielfältigen Gesellschaft endlich lösen müsse.

Studie zu Unterstützungsangeboten

Bei dem Fachaustausch im Bundesfamilienministerium wurden erste Ergebnisse einer Kurzzeitbefragung über Strukturen und Angebote zur Beratung und Unterstützung von Menschen mit Geschlechtsvariationen vorgestellt. Die Studie hatte das Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf  im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt. Teilergebnisse der Kurzzeitbefragung werden im Jahr 2016 dokumentiert und veröffentlicht. Nachdem verschiedene Beispiele aus der Antidiskriminierungsarbeit im Bereich Intersexualität und Geschlechtsidentität vorgestellt wurden, fand außerdem eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten zum Thema statt.

Interministerielle Arbeitsgruppe "Intersexualität/Transsexualität"

Im September 2014 wurde durch das Bundesfamilienministerium eine interministerielle Arbeitsgruppe "Intersexualität/Transsexualität" gebildet, dich sich unter anderem mit Möglichkeiten zur Entwicklung und Etablierung bedarfsgerechter Beratungs-, Aufklärungs- und Präventionsstrukturen für intersexuelle Menschen (Menschen mit angeborenen Variationen der Geschlechtsmerkmale) und ihre Familien beschäftigt.

An dem Fachaustausch nahmen neben Experten und Expertinnen in eigener Sache Vertreterinnen und Vertreter aus der interministeriellen Arbeitsgruppe, Interessenvertretungen, Selbsthilfeverbände, Beratungsstellen sowie aus Bundesländern, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Abgeordnete des Deutschen Bundestages teil.