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Mi 30.12.2015

Freibeträge für Kinder

Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger sind. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

Anhebung des Kinderfreibetrags

Zum 1. Januar 2016 ist eine Erhöhung des Kinderfreibetrages von 4512 auf 4608 Euro erfolgt. Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2640 Euro. Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammen gezogen. 

Grafik Freibeträge für Kinder

Zum Öffnen der vollständigen Grafik "Freibeträge für Kinder" bitte anklicken.

Sind die Eltern verheiratet und werden zusammen veranlagt, werden für das Jahr 2015 Freibeträge für Kinder in Höhe von insgesamt 7152 Euro und ab 2016 von insgesamt 7248 Euro im Jahr berücksichtigt. Bei getrennter Veranlagung von Ehegatten wird bei jedem Elternteil für das Jahr 2015 der Betrag in Höhe von 3576 Euro und ab 2016 von 3624 Euro berücksichtigt.

Altersgrenzen

Generell werden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

1. Kinder, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und in Deutschland als Arbeit suchend gemeldet sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

2. Kinder über 18 Jahre, die aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, werden berücksichtigt wenn sie:

  • für einen Beruf ausgebildet werden (Ausbildung, Studium),
  • sich in einer Übergangszeit von höchstens 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden,
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können,
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst leisten.

3. Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder  seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.