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Fr 30.01.2015

Alleinerziehende stärker unterstützen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will Alleinerziehenden größere Unterstützung bieten. Eine wissenschaftliche Kurz-Expertise der Prognos AG gibt ihr darin Recht. Die Autoren der Untersuchung plädieren dafür, den Entlastungsbetrag anzuheben.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Alleinerziehende gehören zu den Familien in Deutschland, die besonders viel leisten und ihren Alltag meistern. Deshalb müssen sie gezielt unterstützt werden. Seit zehn Jahren wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht erhöht. Jetzt ist der Zeitpunkt, dass wir das konkret angehen."

Besonders effiziente Leistung

Rund 1,6 Millionen Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren leben in Deutschland. Weil sie einen größeren Anteil ihres Einkommens für die Deckung der Grundbedürfnisse ihrer Kinder ausgeben als Paarfamilien, sind Alleinerziehende finanziell stärker belastet. Um diese Familien gezielt zu unterstützen, können alleinerziehende Steuerpflichtige den sogenannten Entlastungsbetrag steuerlich geltend machen. Derzeit liegt der Entlastungsbetrag bei 1308 Euro im Jahr.

Laut Untersuchung der Prognos AG erreiche diese Leistung rund 1,1 Millionen Haushalte und bewirke, dass etwa 20.000 Alleinerziehende unabhängig von SGB II-Leistungen werden.

Mit dem Hinweis auf die Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen, die den Entlastungsbetrag als besonders effizient eingestuft hatte, schlagen die Autoren der Kurz-Expertise vor, den Entlastungsbetrag zu erhöhen wie im Koalitionsvertrag vereinbart.  Er entlaste Alleinerziehende wirksam und erhöhe die Attraktivität der Erwerbstätigkeit.