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Mi 05.11.2014

Zwischenbericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen im Kabinett

Das Bundeskabinett hat am 4. November zum Zwischenbericht zum Stand der Umsetzung der "Bundesinitiative Frühe Hilfen" Stellung genommen. Die Bundesinitiative ist ein Kernstück des seit dem 1. Januar 2012 gültigen Bundeskinderschutzgesetzes.

"Kinder haben ein Recht darauf, gut und sicher aufzuwachsen. Dazu gehört, dass Familien in schwierigen Lebensumständen einfach zugängliche Hilfe finden. Die Kinder stehen hierbei im Mittelpunkt. Ich bin froh, dass der Zwischenbericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen uns darin bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um dieses wichtige Ziel dauerhaft zu erreichen", sagte Bundesjugendministerin Manuela Schwesig.

Frühe Hilfen unterstützen Familien in schwierigen Lebensumständen

Frühe Hilfen unterstützen mit niedrigschwelligen Angeboten insbesondere Familien, die neben den alltäglichen Herausforderungen mit weiteren Belastungen konfrontiert sind. Insbesondere Familien in schwierigen Lebensumständen finden durch die Frühen Hilfen praktische Unterstützung, etwa bei Familienhebammen. Hat eine Familie beispielsweise ein Frühchen oder ein chronisch krankes Kind, gibt die Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerin den Eltern durch ihre Hausbesuche Sicherheit.

Derartige Unterstützungsangebote sollen bundesweit dauerhaft und flächendeckend zugänglich sein. Wichtige Voraussetzungen dafür sind im Zuge der Förderung durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen bereits geschaffen worden: mittlerweile haben 97,7 Prozent der Jugendamtsbezirke Koordinierungsstellen für die Netzwerke Frühe Hilfen eingerichtet. In 84 Prozent stehen Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Krankenpflegerinnen zur Verfügung, die Eltern ab der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt des Kindes unterstützen. In 69 Prozent der Gemeinden, Städte und Landkreise konnte das Engagement von Ehrenamtlichen, zum Beispiel durch Familienpatenschaften, ausgebaut werden. In über der Hälfte der Kommunen ist es gelungen, Angebote bereits in der Geburtsklinik zu vermitteln.

Netzwerke Frühe Hilfen dauerhaft etablieren

Zum 1. Januar 2016 soll ein Fonds eingerichtet werden, der die Finanzierung der Netzwerke Frühe Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien bundesweit dauerhaft sicherstellt.

Der vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen herausgegebene Zwischenbericht 2014 beschreibt den Umsetzungsstand zum 30. Juni 2014 und basiert auf den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung sowie auf den Erfahrungen der Kommunen und der Länder. Der Zwischenbericht wird auf der Halbzeitkonferenz am 13. November2014 in Berlin diskutiert.