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Di 24.06.2014

Zukunftskongress der Initiative Lokale Bündnisse für Familie

Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks hat am 24. Juni mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zum Zukunftskongress der Initiative Lokale Bündnisse für Familie begrüßt. Der Zukunftskongress, zu dem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach Berlin eingeladen hatte, diente dem Austausch der Bündnisakteurinnen und Bündnisakteure und gab wichtige Anregungen für die Fortsetzung der zehnjährigen Erfolgsgeschichte.

In ihrer Rede hob Caren Marks den beeindruckenden Erfolg der Bündnisarbeit hervor: "Die Lokalen Bündnisse für Familie sind die größte bundesweite Initiative, in der sich Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagieren."

Praxisleitfaden "Kommunale Zeitpolitik für Familien"

Auf dem Kongress wurde auch der neue Praxisleitfaden "Kommunale Zeitpolitik für Familien" vorgestellt. Der Leitfaden ist das Ergebnis eines vom Bundesfamilienministerium geförderten Pilotprojektes: An fünf strukturell ganz unterschiedlichen Standorten in Deutschland haben Lokale Bündnisse für Familie an Modellen und Initiativen gearbeitet, wie sich für Familien der Zeitstress verringern, die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und damit die Lebensqualität für Familien verbessern lässt.

Auf Grundlage von Befragungen und Diskussionen mit Familien, Verwaltung, Unternehmen, Verkehrsbetrieben, Vereinen und sozialen Trägern wurden neue Lösungen entwickelt. So ist beispielsweise in Neu Wulmstorf eine Notfallbetreuung entstanden. In Herzogenrath hat das Lokale Bündnis erreicht, dass die Öffnungszeiten in Kitas ausgeweitet wurden. Und in Donau-Ries erstellte das Lokale Bündnis einen Zeitatlas, der die regional unterschiedlichen Zeitbelastungen von Familien analysiert und eine Grundlage für kommunale Lösungen bietet.

Lokale Bündnisse für Familie

"Eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und familiäre Lebensqualität sind eng miteinander verbunden: Gute Arbeitsbedingungen, gute Kinderbetreuungsangebote und Ganztagsschulen und gute Bedingungen vor Ort, die mehr gemeinsame Zeit füreinander ermöglichen, tragen zum familiären Wohlbefinden bei und verbessern die Lebensqualität. Auf diesem Weg zu mehr Partnerschaftlichkeit brauchen wir die Lokalen Bündnisse für Familie", erklärte Manuela Schwesig anlässlich des Zukunftskongresses.

Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde im Jahr 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter über 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. Rund 670 Lokale Bündnisse für Familie sind in der Initiative bereits aktiv.