Mi 14.09.2011
Eltern wollen ihre Kinder möglichst gut in ihrer Entwicklung unterstützen, gut für ihre Kinder sorgen können, ausreichend für sie Zeit haben und ein gutes unterstützendes Umfeld vorfinden. Das geht aus dem "Monitor Familienleben 2011" des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, den Bundesfamilienministerin Kristina Schröder am 14. September gemeinsam mit Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher in Berlin vorgestellt hat.
"Familien brauchen eine Familienpolitik, die verlässlich ist und Zuversicht vermittelt. Das gilt für die finanzielle Unterstützung ebenso wie für den Ausbau der Kinderbetreuung", so Bundesministerin Kristina Schröder. "Und Menschen brauchen Zeit für Verantwortung." Geld, Zeit und Infrastruktur gelten als zentrale Bedingungen für ein gutes Aufwachsen von Kindern, wie der "Monitor Familienleben 2011" erneut bestätigt.
Besonders wichtig sind den Menschen gesicherte finanzielle Verhältnisse der Eltern, genügend Zeit der Eltern für die Familie und genügend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen. Das Elterngeld ist bei der Bevölkerung als eine herausragende Leistung für Familien etabliert und unumstritten. 79 Prozent halten es für eine gute Regelung, die große Mehrheit der Bevölkerung ist davon überzeugt, dass die meisten Eltern in der ersten Zeit nach einer Geburt auf das Elterngeld angewiesen sind. "Für mich gilt ganz klar: Familie zuerst! – und deswegen wird mit mir am Elterngeld auch nicht gerüttelt", sagte Kristina Schröder.
Der "Monitor Familienleben 2011" ergibt: Familien wollen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei die wichtigste Aufgabe verlässlicher Familienpolitik. Aus Sicht der Menschen ist es vor allem die Arbeitswelt, die noch zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt. Und: Die Vereinbarkeitsprobleme sind bei den Vätern angekommen. 81 Prozent der Väter sehen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtigste Aufgabe von Familienpolitik.
Die wichtigsten Ergebnisse des Familienmonitors 2011 lauten:
Deshalb setzt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zusammen mit den Unternehmen auf die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" Im Februar 2012 gibt es eine erste Bilanz der von ihr gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ins Leben gerufenen Initiative. Bereits im Oktober 2011 startet eine neue Runde des Unternehmenswettbewerbs "Erfolgsfaktor Familie".
Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hat das Institut für Demoskopie Allensbach nun zum vierten Mal die Entwicklung des Familienlebens in Deutschland repräsentativ untersucht.