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Di 15.05.2012

Elternchance ist Kinderchance

Faire Chancen für Kinder sind eng mit der frühen Förderung durch die Eltern verknüpft. Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass in der Familie der Grundstein für den Bildungsweg gelegt wird. Eltern sind die zentralen Bezugspersonen der Kinder. Sie wissen am besten, wie wichtig eine gute Bildung für ihr Kind ist. Doch nicht jede Familie kann die Erziehung und den Alltag daran ausrichten.

Das Bundesfamilienministerium setzt mit dem Bundesprogramm "Elternchance ist Kinderchance" hier an: Qualifizierte Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sollen es Eltern künftig noch leichter machen, Bildungszugänge in ihrem Familienalltag zu finden. Der Vorteil: Die Familienbildung liegt nah bei den Eltern und oft direkt vor der Haustür, neben Kita und Schule.

Weiterqualifizierung zu Elternbegleiterin und Elternbegleiter

Von 2011 bis 2014 werden 4.000 Fachkräfte der Familienbildung zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter weiterqualifiziert. Sie stehen an der Seite der Eltern und geben praktischen Rat bei Bildungsentscheidungen und in Erziehungssituationen. 

Die Aufgaben der qualifizierten Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind vielfältig. Bereits jetzt in der Familienbildung tätig, erweitern sie ihre Kenntnisse und Angebote um neue Kompetenzen der Bildungsbegleitung von Familien. Elternbegleiter erhalten durch die Qualifizierung zusätzliches Wissen und praktische Handlungskompetenz zu Bildungsverläufen von Kindern. Für die Bildungsbegleitung gewinnen sie neue Querschnittskompetenzen, wie zum Beispiel neue Ansätze für die Leitung von Gruppen, mehr Beratungskompetenz, Ideen für eine effiziente Netzwerkarbeit sowie interkulturelle und diagnostische Kompetenz.

Die Qualifizierung zum Elternbegleiter ist modular angelegt und umfasst, je nach Familienbildungsträger, 125 bis 250 Unterrichtsstunden. Sie ist kurs- und angebotsübergreifend ausgerichtet. Die Qualifizierungen dieser Träger fußen auf einem einheitlichen, fachlichen Rahmen. Die Module zum Thema Bildung setzen dabei auf etablierte Qualifizierungen zur elterlichen Erziehungskompetenz auf.

Fachkräfte der Eltern- und Familienbildung

Zielgruppe der Weiterqualifizierung zum "Elternbegleiter" sind Fachkräfte, die bereits als hauptamtliche Kursleiterinnen und Kursleiter, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren oder als Honorarkräfte in der Eltern- und Familienbildung tätig sind. Sie sollen in der Nähe einer Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration tätig sein.

Jede haupt- oder nebenamtliche Fachkraft aus der Familienbildung kann sich sich direkt bei einem bundesweit tätigen Träger der Familienbildung bewerben. Die Träger informieren zeitnah über Inhalte, Schulungen, Zeiträume sowie Dauer und Orte der Schulungen.


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