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Mo 21.12.2015

Lokale Bündnisse für Familie

Ein nachhaltiger Wandel der Gesellschaft hin zu mehr Familienfreundlichkeit kann nur gelingen, wenn alle Verantwortung für den Prozess übernehmen. Auf diesem partnerschaftlichen Miteinander beruht das Erfolgsmodell der Lokalen Bündnisse für Familie. Mit dem Ansatz, Partnerinnen und Partner aus vielen gesellschaftlichen Gruppen - insbesondere auch aus der Wirtschaft - zusammenzubringen, ist die vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufene Initiative Vorreiter für die Vernetzung und Aktivierung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure.

Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau, die Weiterentwicklung und die Öffentlichkeitsarbeit der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Ein Netzwerk starker Partner

In einem Lokalen Bündnis für Familie engagieren sich unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Kammern, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Trägern, Kirchen, Gewerkschaften sowie Familien und Einzelpersonen gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort. So entstehen tragfähige Netzwerke, in denen ergebnisorientiert zusammengearbeitet wird. Insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - auch für Eltern mit Schulkindern - und der weitere Ausbau der Kinderbetreuungsangebote stehen vielerorts im Mittelpunkt.

Sie unterstützen Eltern dabei, Zeitkonflikte im Alltag und Engpässe bei der Kinderbetreuung zu reduzieren. Mit Angeboten für die Ferien-, Notfall- und Nachmittagsbetreuung, mit Freizeitaktivitäten speziell für Väter und Kinder sowie mit Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg leisten die Bündnisse beispielsweise einen wichtigen Beitrag für eine gelingende partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Neben denen, die sich in ihrem direkten Umfeld einsetzen, wird die Initiative bundesweit von zahlreichen Bündnisfreunden und -partnern getragen. Das sind führende Wirtschaftsunternehmen und Wirtschaftsverbände, wissenschaftliche Institutionen, Bundesländer, die freie Wohlfahrtspflege und Gewerkschaften sowie Stiftungen.

Familienfreundlichkeit vor Ort fördern

Rund 650 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv. Mehr als 17.000 Akteurinnen und Akteure, darunter über 7400 Unternehmen, engagieren sich in mehr als 7500 Projekten. In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis für Familie leben rund 54 Millionen Menschen.