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Do 04.03.2010

Kristina Schröder: "Das Elterngeld stärkt die Väter - deswegen stärken wir das Elterngeld"

Ein Vater spielt mit seinem Baby Elterngeld stärkt Zeit für Familie Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Das Elterngeld unterstützt gemeinsame Zeit in der Familie. Das zeigen die neu veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Nutzung des Elterngeldes im abgeschlossenen Jahr 2009. Erfreulich ist vor allem, dass nach wie vor eine steigende Zahl von Vätern das Elterngeld nutzt: Waren im Jahresdurchschnitt 2008 noch 15,6 Prozent von allen, die ihren Elterngeldbezug beendet haben, Väter, ist dieser Anteil im Jahresdurchschnitt 2009 weiter auf nunmehr 18,6 Prozent gestiegen. Im 3. Quartal 2009 lag der Wert sogar noch höher - bei 20,7 Prozent. Zum Vergleich: Das 2007 durch das Elterngeld abgelöste Erziehungsgeld bezogen nur 3,5 Prozent der Väter.

"Das Elterngeld ist aus der Familienplanung vieler junger Väter und Mütter nicht mehr wegzudenken" sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Mich freut dabei ganz besonders die steigende Zahl der Väter, die mithilfe des Elterngeldes eine Zeitlang im Beruf kürzer treten und sich aktiv um ihre Kinder kümmern. Trotzdem dürfen wir hier nicht stehenbleiben: Deswegen will ich die Partnermonate von zwei auf vier ausdehnen und ein Teilelterngeld einführen, das man mit Teilzeitarbeit kombinieren kann und das doppelt so lange ausgezahlt wird. Dann können Eltern entscheiden, wie sie sich die Betreuung der Kinder und die Arbeit am besten flexibel aufteilen", so Kristina Schröder weiter.

Im Gesamtjahr 2009 bezogen Väter zu 73 Prozent zwei Monate lang Elterngeld. In vielen Bundesländern hat die Väterquote mittlerweile die 20 Prozent-Hürde genommen, Bayern liegt mit 22,6 Prozent an der Spitze, gefolgt von Sachsen mit 22,5 Prozent.Erstmals liegen auch Zahlen zur durchschnittlichen Höhe des Elterngeldes vor. Während Mütter im Durchschnitt 617 Euro erhalten, beziehen Väter durchschnittlich 996 Euro. Grund dafür sind die mit der Betreuung der Kinder verbundenen, unterschiedlichen Einkommensverluste von Müttern und Vätern. Außerdem steigt der Anteil der Elterngeldbezieher und -bezieherinnen, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren und mit dem Elterngeld einen Ersatz für wegfallendes Einkommen anstatt des Mindestsatzes erhalten. So erhielten im Jahresvergleich 2008 zu 2009 drei Prozent mehr Frauen einen Einkommensersatz statt des Mindestbetrags von 300 Euro.