Do 16.09.2010
Die Familienpolitik der Bundesregierung hat eine klare Botschaft: Wir brauchen passende Rahmenbedingungen, damit sich Familienleben in unserer Gesellschaft bestmöglich verwirklichen lässt. Familienpolitik soll Nachhaltigkeit gewährleisten, den sozialen Zusammenhalt sichern und die demografische Entwicklung berücksichtigen.
Vom Wunsch nach dem ersten Kind bis hin zur Unterstützung im Alter erleben Familien zahlreiche Lebensphasen mit immer neuen Herausforderungen. Mit einer nachhaltigen Familienpolitik, die entlang der unterschiedlichen Bedürfnisse von Familien ausgerichtet ist, sorgt die Bundesregierung für ein stabiles, verlässliches Gerüst, um Familienleben in unserer Gesellschaft zu sichern.
An fünf Kriterien orientiert sich diese nachhaltige Familienpolitik:
Gute Rahmenbedingungen bieten heißt auch, Möglichkeiten zur Orientierung zu bieten. Viele Eltern fühlen sich in der Erziehung ihrer Kinder verunsichert. Auch fehlt es manchen Eltern in Erziehungsfragen selbst an Orientierung. Deswegen sollen Mütter und Väter, aber auch Fachkräfte in ihrer Fähigkeit zur Erziehung gestärkt werden. Das Projekt "Werte erlebbar machen - Wertebildung in Familien" nimmt die inhaltlichen und politischen Schwerpunkte des Bundesministeriums zur wertebezogenen Erziehung auf und unterstützt ihre Umsetzung im Erziehungsalltag.
Egal ob Großfamilie oder allein erziehend - Eltern benötigen Unterstützung, sie brauchen genügend Zeit, Geld und Infrastruktur. Auf Grund der Empfehlungen aus dem Siebten Familienbericht und dem Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen arbeitet die Bundesregierung daran, Familien mit einem Mix aus verschiedenen Maßnahmen wirksam zu unterstützen und ihnen zu mehr Zeit, mehr Geld und besseren Rahmenbedingungen zu verhelfen.
Eine frühe Förderung und gute Kinderbetreuung gehören mit zu den wichtigsten Zukunftsaufgabe in Deutschland. Um den Ausbau der Betreuung für die unter Dreijährigen voranzutreiben, beteiligt sich der Bund mit insgesamt vier Milliarden Euro zu einem Drittel an den Ausbaukosten. Bis 2013 sollen für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung stehen.