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Fr 10.02.2012

Forschungsprojekt "Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter - insbesondere für Menschen mit Demenz"

An Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen benötigen in besonderer Weise Hilfe und Unterstützung. Hier setzt das Forschungsprojekt "Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter - insbesondere für Menschen mit Demenz" an. Das Bundesfamilienministerium fördert dieses Projekt des Seminars für Hör- und Sprachgeschädigtenpädagogik der Heilpädagogischen Fakultät an der Universität zu Köln an seit März 2011 mit einer dreijährigen Laufzeit bis 2014.

Die Kompetenzzentren sind Ansprechpartner für gehörlose Menschen im Alter und ihre Angehörigen sowie für Institutionen der Alten- und Behindertenhilfe, der Rehabilitation und der gesundheitlichen Versorgung. Sie sollen einen Beitrag zur Vernetzung vorhandener Strukturen der Alten- und Behindertenhilfe leisten. Die Zentren funktionieren als Bindeglied, um Informationsdefizite auf Seiten Betroffener wie Leistungserbringer zu kompensieren. In der Zukunft soll auch ein Mehrgenerationenhaus einbezogen werden, das Angebote für an Demenz erkrankte ältere Menschen bereithält und Familien unterstützende Maßnahmen anbietet.

Kompetenzzentren in Essen und Dresden

Zwei Kompetenzzentren wurden 2011 eröffnet: Am 1. September in Essen, in Kooperation mit dem Martineum e.V., und am 1. Oktober in Dresden beim Stadtverband der Gehörlosen Dresden e.V. Darüber wurde ein Projektbeirat zur Begleitung und Beratung des Vorhabens einberufen. Die Ergebnisse werden in einer Dokumentation und online als PDF-Datei veröffentlicht.

Das Projekt "Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter - insbesondere für Menschen mit Demenz" ist ein Beitrag des Bundesfamilienministeriums zum Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.