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Do 25.02.2016

Initiative "Neue Bilder vom Alter"

Für die Bewältigung der demografischen Herausforderungen sind die Potenziale der älteren Menschen in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Die in der Gesellschaft vorherrschenden Altersbilder entsprechen oft nicht den vielfältigen Lebensentwürfen und den Stärken der älteren Menschen von heute. Mit der Initiative "Neue Bilder vom Alter" will das Bundesfamilienministerium aktuelle Altersbilder in der Gesellschaft fördern. Im Rahmen der Initiative soll das Programm Altersbilder die Verbreitung eines neuen, differenzierten und realistischen Bild des Alters unterstützen.

Im Mittelpunkt der Initiative steht das Programm Altersbilder und die gleichnamige Webseite, die eine möglichst breite Diskussion zum Thema "Altersbilder in allen Bereichen des Lebens" anstoßen und fortführen sollen.

Programm "Alter neu denken - Altersbilder"

Ziel des Programms ist es, die vielfältigen Lebensentwürfe der Älteren bekannter zu machen. Dadurch sollen die Vorstellungen vom Leben im Alter erneuert und ältere Menschen ermutigt werden, ihre Fähigkeiten selbstbestimmt in die Gesellschaft einzubringen. Gerade junge Menschen sollen angeregt werden, ihr Bild vom Alter zu überprüfen. Die Vermittlung von realistischen und differenzierten Altersbildern bildet eine zentrale Grundlage für das gegenseitige Verständnis untereinander und damit für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Das Programm "Alter neu denken - Altersbilder" betont deshalb Kompetenzen und Stärken älterer Menschen und soll dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren ihr Engagement entfalten können. In einer Reihe von lokalen Bürgerforen bekamen Jung und Alt Gelegenheit, ihr eigenes Bild vom Alter und vom Altern in unserer Gesellschaft in ihrem eigenen Umfeld zu überprüfen. Ein Facebook- und ein Twitter-Account zum Programm informieren zu aktuellen Themen und bieten eine Plattform zum Austausch.

Karikaturenwettbewerb "Schluss mit lustig?"

Der Blick auf das Altern und ältere Menschen ist mit vielen Vorurteilen behaftet. Die Bandbreite der Stereotype reicht vom hilfsbedürftigen Greis bis zum Senior im Jugendwahn. Dabei zeigen der Sechste Altenbericht der Bundesregierung sowie andere Studien, dass die Wirklichkeit des Alters weitaus vielfältiger und bunter ist. Immer mehr Seniorinnen und Senioren bringen ihr Engagement und ihre Kompetenzen in allen gesellschaftlichen Bereichen ein: in der Familie, im Ehrenamt und zunehmend auch in der Arbeitswelt. An dem vom Bundesfamilienministerium und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen ausgeschriebenen Karikaturenwettbewerb wurden im Juli 2015 zwölf von rund 950 eingereichten Karikaturen und Cartoons zum Thema Älterwerden im Rahmen des 11. Deutschen Seniorentags bei der Messe SenNova prämiert.

Foto- und Videowettbewerb "Was heißt schon alt?"

Der Foto- und Videowettbewerb richtete sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters, die ihre persönlichen Vorstellungen vom Alter im Video darstellen beziehungsweise als Foto einreichen konnten. Die Beiträge sollten deutlich machen, wie vielfältig und unterschiedlich die Vorstellungen vom Alter und vom Altern sind.

Rund 3.700 Besucherinnen und Besucher der Wettbewerbsseite hatten sich zur Abstimmung über den Publikumspreis und zum Kommentieren registriert. Neben dem Publikumspreis hat die unabhängige Jury insgesamt 17 Preise vergeben.

Wanderausstellung "Was heißt schon alt?"

Darüber hinaus zeigt die Wanderausstellung "Was heißt schon alt?" mit ausgewählten Bildmotiven die vielfältigen und unterschiedlichen Vorstellungen vom Alter(n). Die Bildmotive sind Beiträge zum gleichnamigen Foto- und Videowettbewerb. Die Wanderausstellung wird vom Bundesfamilienministerium für maximal drei Wochen als kostenfreie Leihgabe zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Programms "Altersbilder" abrufbar.

Altersbilder in der Schule

Gefördert wurde darüber hinaus ein Forschungsprojekt der Universität Vechta zu Bildern des Alters und des Alterns in der Schule. Untersucht wurden dabei unter anderem Lehrmaterialien für 2. und 9. Klassen in verschiedenen Bundesländern, Schülerinnen und Schüler und auch deren Lehrkräfte wurden zu ihren Altersbildern befragt.