Di 04.09.2012
Kooperationsprojekt "Bewegungsnetzwerk 50 plus"
Mit dem im Januar 2010 gestarteten Kooperationsprojekt "Neue Zugangswege für Sport und Bewegung älterer Menschen - Bewegungsnetzwerk 50 plus" wollen das Bundesfamilienministerium und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Menschen ab 50 für Sport und Bewegung gewinnen. Der DOSB führt gemeinsam mit zehn Mitgliedsorganisationen verschiedene modellhafte Maßnahmen durch, um neue Zugänge und Angebote für Seniorinnen und Senioren zu finden und Sport und Bewegung für die Generation 50plus in den Kommunen zu fördern.
Neben Bewegungsangeboten für Hochaltrige, der Aufbau von Netzwerken mit kommunalen Partnern und Migrantenvereinen sowie Kooperationen mit Familienzentren soll eine internetbasierte Wissensbörse rund um das Thema "Netzwerkarbeit im Sport - der Älteren" aufgebaut werden. Damit soll die praktische Umsetzung der kommunalen Netzwerkarbeit unterstützt sowie eine weitere Möglichkeit zum direkten Erfahrungsaustausch gegeben werden.
Projekte des Kooperationsprojektes
Das "Bewegungsnetzwerk 50 plus" besteht aus fünf einzelnen Projekten:
- Der Deutsche Turner-Bund organisiert zusammen mit einem Team aus Sportvereinen, Senioren- und Sozialeinrichtungen Bewegungsangebote für Hochaltrige. Die teilweise über 90-Jährigen gewinnen durch ein spezielles Bewegungsprogramm an Kraft, Koordination und Ausdauer und verhindern damit die drohende Pflegebedürftigkeit. Für dieses Projekt, das bisher in Achern und Frankfurt angeboten werden konnte, wurde der Deutsche Turner-Bund mit dem Sportpreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.
- Der Landessportbund Hessen führt mit Hilfe von 20 eigens ausgebildeten Bewegungsstarthelfern über 50-Jährige wieder an Sport und Bewegung heran und ermöglicht so einfache Einstiege in Sportvereine und Bewegungsgruppen. Der Landessportbund hat unter dem Motto "Bevor Sie schlapp machen – Wir helfen Ihnen fit zu bleiben" die Städte Offenbach sowie Dreieich und Seligenstadt zur ersten hessischen Modellregion ausgerufen.
- Der Badische Sportbund entwickelt neue Netzwerke mit kommunalen Partnern und insbesondere mit Migrantenvereinen, um neue Zugangswege zur Zielgruppe der älteren Migrantinnen und Migranten zu erproben und diesen Sport und Bewegung näher zu bringen.
- Im Generationenprojekt des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen sollen zusammen mit fünf Fachverbänden in 19 Vereinen praxisorientierte Generationenbeziehungen im Sport entwickelt werden. In Kooperation mit Partnern wie Familienzentren sollen Mitglieder aller Generationen für gemeinsames Sporttreiben gewonnen werden.
- Mit den abgeschlossenen Teilprojekten der Landessportbunde Niedersachsen und Thüringen liegen erste Ergebnisse zu Strategie- und Strukturentwicklungen kommunaler Vernetzungen vor. Dabei stand die Netzwerkbildung zwischen Sportvereinen und Senioren-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen im Mittelpunkt. Ziel war es, Sport und Bewegung für Ältere im kommunalen Umfeld zu fördern und zu unterstützen.
Dokumentation zum Kooperationsprojekt erschienen
Im April 2012 ist die Dokumentation zum Kooperationsprojekt erschienen. In der umfangreichen Broschüre werden anhand der durchgeführten Modellprojekte neue Möglichkeiten der Vernetzung aufgezeigt, mit denen der Sport neue Zielgruppen gewinnen kann. Zahlreiche Praxisbeispiele und Ideen für Kooperationen zeigen auf, wie nachhaltige Kooperationen für mehr Bewegung und Gesundheit im Alter zwischen Sportvereinen und Senioren-, Sozial- und Gesundheitsorganisationen gelingen können.
Die Broschüre kann in der Print-Version kostenfrei beim Deutschen Sportbund angefordert werden.