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Mo 17.10.2011

Förderprogramm "Soziales Wohnen im Alter"

Die Wohnung ist für ältere Menschen ein besonderer Lebensort. Mehr als 50 Prozent der Seniorinnen und Senioren halten sich mindestens 20 Stunden pro Tag in der Wohnung auf. Dennoch sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei. Auch Angebote im Stadtviertel sind oft nicht hinreichend auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Hier setzt das Förderprogramm "Soziales Wohnen im Alter" des Bundesfamilienministeriums an.

Vertraute Umgebung auch bei Pflegebedürftigkeit

Ziel des Förderprogramms "Soziales Wohnen im Alter" ist es, älteren Menschen noch stärker als bisher die Möglichkeit zu geben, in der vertrauten Wohnumgebung zu leben und auch bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit nicht in ein Pflegeheim umziehen zu müssen. Unter dem Titel "Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen" fördert das Bundesfamilienministerium bundesweit 35 Projekte, die eine bessere Unterstützung und Versorgung älterer Menschen in ihrem Wohnumfeld ermöglichen. In den Projekten geht es um neue Formen eines "Hilfe-Mix": Netzwerke, die sowohl aus Familienangehörigen, Nachbarn und freiwillig Engagierten als auch Fachkräften bestehen und dadurch notwendige Unterstützung auf viele Schultern verteilen.

Zuhause wohnen mit Handwerk und Technik

Teil des Förderprogramms sind zudem der Wettbewerb "Technikunterstütztes Wohnen" sowie die  Initiative "Qualifizierung des Handwerks".

Der Wettbewerb "Technikunterstütztes Wohnen" zielte darauf, durch einfach zu handhabende Wohnungstechnik den Alltag der Menschen zu erleichtern. Beispiele sind etwa die zentrale Steuerung von Wohnungsfunktionen wie Heizung und Jalousien oder der Elektroherd, der sich von allein abschaltet, wenn er nicht mehr benötigt wird. Die Wettbewerbssieger werden bei der Umsetzung ihrer Idee finanziell unterstützt.

Die Initiative "Qualifizierung des Handwerks" wird gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks durchgeführt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kompetenz- und Qualitätszentren aufzubauen, in denen Handwerkerinnen und Handwerker sich für das altersgerechte und barrierefreie Bauen und Wohnen besonders schulen lassen können. Bei der Umsetzung solcher Konzepte werden 18 Handwerksorganisationen vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Studentenwettbewerb zum altersgerechten Bauen und Wohnen

Das Bundesfamilienministerium hat den Wettbewerb "Altersgerecht Bauen und Wohnen - Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ" ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen. Er wird in Zusammenarbeit mit der Bundesarchitektenkammer und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. ausgeschrieben. Das zweistufige Wettbewerbsverfahren umfasst auch eine Phase der semesterbegleitenden Projektarbeit. Für die bestplatzierten Arbeiten stellt das Bundesfamilienministerium Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro bereit.