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Do 24.03.2016

Informationen für Einrichtungen, Pflegefachkräfte und Auszubildende in der Altenpflege

Bedingt durch die demografische Entwicklung wächst der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal in der Altenpflege. Trotz steigender Ausbildungszahlen, die der Altenpflege mittlerweile einen der ersten Plätze im Vergleich aller Ausbildungsberufe sichert, ist die Altenpflege bereits heute ein Engpassberuf mit hervorragenden Beschäftigungsperspektiven.

Der Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers ist vielfältig und bietet abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder. Bundesweit werden Fachkräfte gesucht, was eine wohnortnahe Beschäftigung ermöglicht. Eine dreijährige qualifizierte und moderne Ausbildung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen bereitet Frauen und Männer auf diesen Beruf vor.

Zudem gibt es verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten: Beispielsweise können Pflegerinnen und Pfleger sich durch Weiterbildungen für besondere Aufgaben wie Hygiene- oder Qualitätsmanagement, Unterrichtstätigkeiten an Altenpflegeschulen oder auch die Leitung von Wohnbereichen oder Heimen qualifizieren.

Viele der Weiterbildungsmöglichkeiten dienen der Spezialisierung und der Erweiterung der beruflichen Aufgabenfelder, beispielsweise für Tätigkeiten im gerontopsychiatrischen Bereich. Darüber hinaus kann an einigen Altenpflegeschulen auch die Fachhochschulreife erworben werden, die es Altenpflegefachkräften ermöglicht, ein Pflegestudium zu beginnen.        

Informationsmaterial

Mit Informationsmaterialien zum Berufsfeld, zum Beispiel einer Broschüre mit Berichten zur Ausbildung und zum Berufsalltag, einer Info-Mappe speziell für Jugendliche sowie einem Flyer mit Mini-CD für Lehrerinnen und Lehrer, gibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Entscheidungshilfen für Interessierte.

Internetauftritt und Beratungsteam Altenpflegeausbildung

Um die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen und der praktischen Ausbildung selbst zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium bis September 2010 das Projekt "Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung" durchgeführt. Die Beratung wurde durch ein neu entwickeltes Instrument zur Selbstevaluation von Qualität, Ertrag und Kosten der Ausbildung ("QEK-Altenpflegeausbildung") ergänzt.

Ausgehend von den dort gewonnen Erfahrungen wurde im Rahmen der "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" der Internetauftritt www.altenpflegeausbildung.net zu einem umfassenden Online-Informationsportal zur Altenpflegeausbildung weiterentwickelt und das "Beratungsteam Altenpflegeausbildung" beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt. Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht das Team seit Dezember 2012 in allen Regionen Deutschlands vor Ort zur Verfügung und informiert Pflegeeinrichtungen, Altenpflegeschulen sowie alle an der Altenpflegeausbildung Interessierten zu bundes- und landesrechtlichen Fragen. Darüber hinaus organisiert das Beratungsteam Ausbildungsverbünde sowie Netzwerke.

Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege

Am 13. Dezember 2012 startete die Bundesregierung unter Federführung des Bundesfamilienministeriums mit Beteiligung des Bundesarbeitsministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege". Als starke Gemeinschaftsinitiative mit einer dreijährigen Laufzeit bis Ende 2015 stellte sich dieser erste bundesweite Ausbildungspakt für den Bereich der Altenpflege den Herausforderungen für das Ausbildungs-, Berufs- und Beschäftigungsfeld, um die Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege zu fördern und die Attraktivität des Berufs- und Beschäftigungsfeldes zu erhöhen. Die Partner der Offensive vereinbarten zum Beispiel Ziele in zehn verschiedenen Handlungsfeldern und erstellten bereits einen Zwischenbericht. Eine abschließende Bilanz des Ausbildungspaktes soll auf einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung im Jahr 2016 vorgestellt werden.