http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/aeltere-menschen,did=126704.html

Mi 21.10.2015

Informationen für Demenzerkrankte und Angehörige

Wer an Demenz erkrankt ist oder einen Menschen mit Demenz pflegt, hat meist viele Fragen: Wo kann ich Unterstützung finden, welche Anlaufstellen zur Entlastung pflegender Angehöriger gibt es und wo finde ich eine Beratungsstelle? Verschiedene Informations- und Hilfeangebote zum Thema Demenz ermöglichen Orientierung und geben Antworten.

Der "Wegweiser Demenz" und die "Lokalen Allianzen"

Das Bundesfamilienministerium baut ein Wissens- und Hilfenetzwerk für Menschen mit Demenz und deren Angehörige auf. Ziel ist es, Demenzerkrankte zu betreuen, zu begleiten und dem gesamten Umfeld vorhandenes Wissen zu den Besonderheiten der Erkrankung zu liefern. Außerdem sollen die Informationen dazu beitragen, gesellschaftlichen Berührungsängsten entgegenzuwirken und den Betroffenen helfen, sich aktiv einzubringen.

Das Wissens- und Hilfenetzwerk umfasst:

  • Das zentrale Online-Portal "Wegweiser Demenz", das seit 2010 ständig weiterentwickelt wird. Das Portal stellt verständlich aufbereitetes Wissen und Ratschläge zur Verfügung. Über verschiedene Internetforen und einen Weblog werden Beratung, Vernetzung und Austausch gefördert.
  • Das Programm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", mit dem das Bundesfamilienministerium in ganz Deutschland den Aufbau von 500 Lokalen Allianzen als regionale Hilfenetzwerke fördert. Das Programm ist eine zentrale Maßnahme der Agenda der Allianz für Demenz. Hier sollen vor Ort Verständnis und Unterstützung für Menschen mit Demenz gefördert und es Betroffenen ermöglicht werden, so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld bleiben zu können. Aktuell sind über 370 Lokale Allianzen aktiv.
  • Ein Kooperationsprojekt zwischen Mehrgenerationenhäusern und regionalen Alzheimer Gesellschaften - dieses ist bereits im Jahr 2012 abgeschlossen worden. Als Ergebnis erschien das Handbuch "Miteinander-Füreinander", das zur Nachahmung anregt und bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bezogen werden kann.

Das Alzheimer-Telefon: eine Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet bundesweit mit ihrem Alzheimer-Telefon professionelle Hilfe für Betroffene, deren Angehörige sowie für Fachpersonal. Fragen zum Krankheitsbild von Alzheimer, zur Diagnose, zum Krankheitsverlauf, zur Therapie, zu Anlaufstellen vor Ort und vieles mehr werden hier direkt beantwortet.

Geschulte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die Erfahrung mit Demenzerkrankten beziehungsweise mit der Alzheimer-Krankheit haben, stehen Ratsuchenden von montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 01803 171017 zur Verfügung. Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 9 Cent pro Minute. Das Alzheimer-Telefon ist zusätzlich unter der Festnetznummer 030 25937 9514 zum Ortstarif erreichbar. Bei Bedarf können Beratungstermine auch außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden, entweder telefonisch innerhalb der Bürozeiten oder per E-Mail mit Terminvorschlag und Rückrufnummer an info@deutsche-alzheimer.de.


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