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Do 15.11.2012

Mehr Männer in Kitas

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Das Bundesprogramm "Mehr Männer in Kitas" soll die Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten beschleunigen. Im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollenvorbilder und Bezugspersonen.

Dabei ist es für Jungen und Mädchen wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten. Bisher liegt der Männeranteil an den pädagogischen Fachkräften in Kitas aber nur bei 2,9 Prozent (2011).

Mit einem Mix aus verschiedenen Projekten, Forschungsaktivitäten und Vernetzung sollen Männer aktiv bei der Entscheidung unterstützt werden, den Erzieherberuf zu wählen.

Die Koordinationsstelle "Männer in Kitas"

Die Koordinationsstelle "Männer in Kitas" unterstützt Akteurinnen und Akteure aus der Praxis. Sie berät, informiert und vernetzt und fördert den Dialog zwischen Politik, Praxis und Forschung. Die Koordinationsstelle arbeitet seit Anfang 2010 und ist der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin angegliedert.

Das ESF-Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas"

Das Modellprogramm hat am 1. Januar 2011 an 18 Standorten in 13 Bundesländern begonnen. 16 unterschiedliche Träger und Trägerverbünde von Kindertagesstätten werden bis Ende 2013 praxistaugliche Konzepte und Strategien finden, um mehr männliche Fachkräfte für Kitas zu gewinnen. Info-Busse, Schüler-Praktika, Schnuppertage, Freiwilligendienste und Mentoringprogramme, aber auch aktive Väterarbeit sollen das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers wecken und dazu beitragen, den Anteil männlicher Erzieher in Kitas wesentlich erhöhen. Das Modellprogramm wird vom Europäischen Sozialfonds und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Initiative zum Quereinstieg

Mit der Initiative zum Quereinstieg sollen realisierbare Ausbildungsoptionen zum staatlich anerkannten Erzieher für geeignete wechselwillige Männer aus anderen Berufen geschaffen werden. Die Initiative findet in enger Zusammenarbeit mit den Ländern und der Bundesagentur für Arbeit statt.

Studie zum Verhalten von männlichen und weiblichen Fachkräften

Die Tandem-Studie, ein Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Dresden, vergleicht das konkrete Verhalten von männlichen und weiblichen Fachkräften im pädagogischen Alltag. Sie untersucht, falls dabei Unterschiede existieren, deren Auswirkungen auf Jungen und Mädchen.