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BMFSFJ aktuell: "Kinderreichtum in Deutschland" / "Monitor Familienforschung" Nr. 10

INHALT
Editorial
Thema der Ausgabe
Impressum

EDITORIAL

Kinderreichtum in Deutschland


Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Bild: BMFSFJ)

Die Ursachen für unsere niedrige Geburtenrate in Deutschland werden seit einiger Zeit leidenschaftlich diskutiert. Gemeinhin wird eine steigende Kinderlosigkeit von Frauen und Männern für das nun schon seit Jahrzehnten andauernde Phänomen verantwortlich gemacht. Jüngere wissenschaftliche Erkenntnisse haben jedoch ergeben, dass der Rückgang der Mehrkindfamilie in Deutschland bei dieser Entwicklung eine weit reichende Rolle spielt.

Der deutsche Sonderweg ist nicht nur deshalb bedauerlich, weil Mehrkindfamilien so wie alle anderen Familien auch ein Garant für eine sozial und wirtschaftlich intakte Gesellschaft sind. Mehrkindfamilien bringen zudem bei allen Herausforderungen des Alltags eine ganze Menge Lebensfreude, sie vermitteln Bodenhaftung und ein gesundes Selbstvertrauen in die Kräfte und Fähigkeiten einer Gemeinschaft, die auf die Unterstützung und Mithilfe aller angewiesen ist.

Wir wollen Eltern in Deutschland wieder Mut machen, sich für ein Leben mit drei und mehr Kindern zu entscheiden. Der europäische Vergleich und insbesondere ein Blick nach Frankreich zeigt, dass sich der Familienalltag auch mit mehreren Kindern durchaus mit der Erwerbstätigkeit beider Elternteile vereinbaren lässt, wenn die richtige Unterstützung da ist - sei es durch eine gut ausgebaute Infrastruktur ergänzend zur Familie oder durch zielgenaue finanzielle Maßnahmen, die speziell auf die Bedarfe von Mehrkindfamilien ausgerichtet sind.

Der Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen ist bereits auf einem guten Weg: 2008 bis 2013 wird der Bund insgesamt 4 Mrd. Euro zur Verfügung stellen und Länder und Kommunen dabei unterstützen, internationale Standards zu erreichen. Anfang 2009 muss die Frage der Kindergelderhöhung beantwortet sein. Darüber hinaus sollten wir die Möglichkeiten prüfen, wie wir bei Transfers und im Steuerrecht z. B. über Kinderkomponenten kinderreiche Familien wirksamer fördern können.

Mit dem vorliegenden Monitor wollen wir das in der Forschung bislang meist nur am Rande betrachtete Thema Mehrkindfamilie ins Zentrum des Interesses holen und haben die wichtigsten Informationen kompakt für Sie aufbereitet. Ich würde mich freuen, wenn sich daraus eine intensivere Debatte entwickelt.

Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

THEMA DER AUSGABE

Kinderreichtum in Deutschland

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Monitor Familienforschung - Kinderreichtum in Deutschland (PDF, 228,4 KB)
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