Familienbewusste Personalpolitik als Bestandteil der Unternehmenskultur
Die Balance von Familie und Arbeitswelt ist zu einem zentralen Thema gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Debatten geworden. Im Politikmix der nachhaltigen Familienpolitik - Infrastruktur, Einkommen und Zeit - spielt eine betriebliche Familienpolitik neuer Art eine gewichtige Rolle. Gleichzeitig entwickelt sich familienbewusste Personalpolitik zu einem strategischen Management-Instrument und zu einem relevanten Standortfaktor. Diese Entwicklung hat sich im Laufe des Jahres 2006 deutlich beschleunigt. Bei einem Treffen mit der Bundeskanzlerin und mir am 16. Oktober haben sich namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und großen Stiftungen auf ein gemeinsames Programmpapier verständigt. Familienfreundlichkeit soll zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft werden. Unsere gemeinsame Arbeit in der Allianz für die Familie profitiert von wissenschaftlichen Arbeiten und Erhebungen. Sich in der Menge wertvoller Informationen zurechtzufinden, fällt nicht immer leicht. Die vorliegende Publikation will deshalb allen Interessierten einen Überblick über die wichtigsten und aktuellsten Informationen liefern. Dabei konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Punkte: die Entwicklung der Rahmenbedingungen für familienbewusstes Handeln, die betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte familienbewusster Personalpolitik und Umsetzungsgrad und Realisierungsmöglichkeiten in den Unternehmen. Wir verstehen diese Publikation als kompakte Arbeits- und Argumentationshilfe für alle, denen eine familienbewusste Arbeitswelt am Herzen liegt. Ich würde mich freuen, wenn sich daraus auch eine noch intensivere wissenschaftliche Debatte entwickelt - Forschung und Empirie sollten sich erfolgsorientiert weiter dem Vereinbarkeitsthema widmen. Ursula von der Leyen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend |