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Monitor Familienforschung Nr. 27 / Familienpolitik und Fertilität

INHALT
Editorial
Thema der Ausgabe
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EDITORIAL

Familienpolitik und Fertilität


Dr. Kristina Schröder, Bildnachweis: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / L. Chaperon

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zusammenhalt und Solidarität sind nirgendwo stärker als in der Familie. In der Familie übernehmen Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung. Familien legen den Grundstein für faire Chancen von Kindern und Jugendlichen, leisten einen großen Beitrag zur Pflege älterer Menschen und leben Zusammenhalt zwischen den Generationen. Dabei finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung, die weit über das hinausgeht, was die staatliche Solidar-gemeinschaft leisten kann. Die Verantwortungsgemeinschaft Familie gewinnt deshalb mit dem demografischen Wandel an Bedeutung.

Gleichzeitig verändert der demografische Wandel das Verhältnis von Frauen und Männern in Partnerschaft und Familie: Wir können es uns immer weniger leisten, in der Arbeitswelt auf das Potenzial gut ausgebildeter Frauen zu verzichten, die vielfach gerne mehr arbeiten würden, als sie es tatsächlich tun. Das wiederum bedeutet, dass wir in der Familie nicht länger auf die Beteiligung der Männer an Fürsorgeaufgaben verzichten können, die sich wiederum vielfach gerne mehr Zeit für familiäre Verantwortung nehmen würden, als sie es zurzeit tun.

Ziel moderner Familienpolitik ist es deshalb, Frauen und Männern die Unterstützung, aber auch die Freiheit zu geben, die sie brauchen, um ihrer Verantwortung für ihre Familie gerecht zu werden und ihr Familienleben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dazu gehört, dass Frauen und Männer selbst entscheiden können, wie sie Fürsorge- und Erwerbsaufgaben in der Familie aufteilen wollen. In einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer berufstätig sein wollen und vielfach auch müssen, hängt die Entscheidung für Kinder einerseits und die Qualität des Familienlebens andererseits davon ab, ob Menschen sich Zeit für Verantwortung nehmen können, ohne dafür mit dauerhaft eingeschränkten Chancen im Beruf bezahlen zu müssen.

Der Monitor Familienforschung zeigt: Entwicklungen der Fertilität lassen sich nicht von heute auf morgen umkehren, und nur wenige Faktoren, die für die Erfüllung von Kinderwünschen relevant sind, lassen sich auf direktem Wege politisch beeinflussen. Mit einer Zeitpolitik, die Familie als Verantwortungsgemeinschaft stärkt, die Entscheidung für Kinder erleichtert und die Gleichberechtigung der Geschlechter fördert, schaffen wir die Voraussetzungen für familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt im demografischen Wandel.


Dr. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

THEMA DER AUSGABE

Familienpolitik und Fertilität

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Familienpolitik und Fertilität: demografische Entwicklungen und politische Gestaltungsmöglichkeiten (PDF, 1,1 MB)
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