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Di 24.04.2007

Vereinbarkeit von Beruf und Familie im internationalen Vergleich

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und des Bundesfamilienministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass gerade Länder, die Müttern die Berufstätigkeit erleichtern, über eine höhere Geburtenrate verfügen und damit familienpolitisch erfolgreicher sind.

Neben Deutschland fällt es insbesondere den südeuropäischen Staaten mit einem traditionellen Rol­lenverständnis schwer, die Konflikte zwischen Berufstätigkeit und Elternschaft zu lösen. Zusammen mit Spanien, Griechenland und Italien bildet Deutschland das Schlusslicht sowohl bei der Geburtenrate als auch beim Beschäf­tigtenanteil von Müttern mit Kindern unter fünf Jahren.

Nach dem Befund der Experten befindet sich Deutschland derzeit in einer Übergangssituation hin zu einer modernen Familienpolitik. Sie heben die neuen familienpolitischen Leistungen wie das Eltern­geld und die verbesserte steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten als richtige Weichen­stellungen hervor und identifizieren weitere Ansatzpunkte. Zentrale Handlungsfelder sind dabei die Entwicklung eines privaten Marktes für familienunterstützende Dienstleistungen und weiterhin die Schaffung eines ausreichenden und qualitativ hochwertigen Angebots an Kinderbetreuung. Mit einer Betreuungsquote von weniger als zehn Prozent der unter Dreijährigen liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück.


© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend