Do 12.01.2006
Von der Leyen: Kritik völlig verfehlt
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, hält die Kritik an der geplanten Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten für "völlig verfehlt".
"Die Änderungen sind längst überfällig, weil sie einen wichtigen Impuls für den Arbeitsmarkt geben", so von der Leyen. "Mit der verbesserten Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten schaffen wir Arbeitsplätze. Es wird jetzt für Familien finanziell attraktiv, Tagesmütter legal zu beschäftigen, weil ein guter Teil der entstehenden Kosten von der Steuer abgesetzt werden kann. 4000 Euro sind ein Wort", so von der Leyen. Die Bundesministerin ist davon überzeugt, dass viele Familien dies erkennen und sicher einmal mehr darüber nachdenken werden, ob sie eine Tagesmutter beschäftigen. "Es muss unser gemeinsames Ziel sein, noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist gut für die Wirtschaft und gut für die Familien", sagt die Ministerin. Auch die 600 Euro mehr Steuervorteil für Beschäftigung rund um den Haushalt ist für alle Familien ein handfester Gewinn. "Tagesmütter, die in legalen Beschäftigungs- oder Dienstleistungsverhältnissen tätig sind, sind zudem eher bereit und in der Lage, an Fortbildungen teilzunehmen. Das verbessert die Qualität der Betreuung", so die Bundesministerin.
Ein weiterer Beschäftigungsimpuls entsteht dadurch, dass in den kommenden vier Jahren 230.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige vor Ort bei Tagesmüttern und in Krippen entstehen sollen. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat berechnet, dass schon dadurch pro Jahr mehrere zehntausend zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Bundesregierung unterstützt die Kommunen zusätzlich, in dem sie sie mit 1,5 Milliarden Euro jährlich zum Ausbau der Kinderbetreuung für die Kleinsten entlastet.
