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Fr 12.03.2010

H.I.L.DE schafft mehr Lebensqualität für Demenzkranke

Mehr Lebensqualität für Demenzkranke ist ein wichtiges Ziel der Politik für ältere Menschen. Mit dem "Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität Demenzkranker" (H.I.L.DE) ist ein weiterer Schritt in diese Richtung gelungen. Nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt nun ein Verfahren mit Testgütekriterien vor, das sich in bislang mindestens 700 Einrichtungen bewährt hat.

Das Verfahren H.I.L.DE beruht auf der Annahme, dass sich insbesondere bei Menschen mit Demenz die Pflegequalität krankheitsbedingt nicht immer ohne weiteres erfassen lässt. Schließlich verstummen viele Patienten im Verlauf der Erkrankung und können ihre Bedürfnisse und Empfindungen oft nicht mehr eindeutig zum Ausdruck bringen. Pflegende sind daher auf eigene intuitive Deutungen angewiesen und im Alltag oft überfordert.

H.I.L.DE bietet hier Unterstützung: Das Verfahren bildet Erleben und Stimmung Demenzkranker so differenziert ab, dass die subjektive Lebensqualität sichtbar gemacht werden kann. Es hilft den Pflegenden, Bedürfnisse auch schwer Demenzkranker zu erkennen und Reaktionen richtig zu verstehen. Dies soll den Pflegenden eine individuell abgestimmte Versorgung und Förderung von Menschen mit Demenz ermöglichen.

Die Entwicklung und die Erprobung des Verfahrens erfolgten in Trägerschaft des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert das Projekt.