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Fr 21.08.2015

Start für 80 neue "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz"

Projekte der vierten Förderwelle im Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" starten ab September

Bis zu 1,5 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Dabei leiden Menschen mit Demenz nicht nur unter ihrer Erkrankung, sondern auch unter sozialer Ausgrenzung. Ziel des Bundesprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Mit der vierten Förderwelle im Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" starten ab September 80 neue Allianzen. Deutschlandweit werden damit 372 Initiativen aus Mitteln des Bundesaltenplans gefördert, bis 2017 werden es insgesamt 500 sein. Heute (Freitag) haben die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, und die baden-württembergische Ministerin für Arbeit und Soziales, Katrin Altpeter, in Waiblingen die Förderbescheide an sieben neue Projekte in Baden-Württemberg übergeben.

"Wir dürfen Menschen, die an Demenz erkrankt sind und ihre Familien nicht allein lassen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, dass Demenzkranke so lange wie möglich ein ganz normales Leben in der Mitte unserer Gesellschaft führen können. Es gibt viele Lokale Allianzen im ganzen Land mit tollen Ideen und guten Angeboten. Ich freue mich über das große Engagement und wünsche den neu dazugekommenen Projekten viel Erfolg bei ihrer Arbeit", sagte Manuela Schwesig.

In Baden-Württemberg leisten bereits seit Programmstart 34 Lokale Allianzen wertvolle Arbeit für die an Demenz erkrankten Menschen und Ihre Angehörigen. Für Katrin Altpeter sind sie eine hervorragende Ergänzung zu der bereits bestehenden Demenzoffensive des Landes Baden-Württemberg, mit der die Lebenssituation von Menschen mit Demenz verbessert werden soll.

"Zusammen mit den Pflegekassen fördern wir insbesondere für Menschen mit Demenz zurzeit landesweit 850 bürgerschaftliche Betreuungsangebote, und Initiativen, in der sich viele Menschen ehrenamtlich in ihrer Nachbarschaft engagieren", sagte Katrin Altpeter. "Ergänzt durch die Förderung des Ausbaus von Tagespflegeplätzen für Demenzkranke und das neue Wohn- Teilhabe- und Pflegegesetz wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Menschen mit Demenz leichter ambulant betreute Wohnangebote, wie zum Beispiel Wohngemeinschaften nutzen können", erklärte Katrin Altpeter.

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz entwickeln Angebote für Betroffene und ihre Familien. Dazu zählt auch das Projekt "Lust am Wandern" des Schwäbischen Albvereins und Demenz Support Stuttgart. Die Wandergruppe, die Manuela Schwesig und Katrin Altpeter heute begleitet haben, setzt sich unter anderem aus Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen sowie aus Vertretern der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz aus Baden-Württemberg zusammen.

Ziel des Projekts ist die gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe von Demenzkranken. Gleichzeitig haben sportliche Aktivitäten präventive Wirkung, können den Krankheitsverlauf verzögern und Angehörige entlasten.

Das Programm "Lokale Allianzen" ist eine zentrale Maßnahme des Bundesfamilienministeriums in der Agenda "Gemeinsam für Menschen mit Demenz", die nach Unterzeichnung durch die Mitglieder der Allianz für Menschen mit Demenz auf Bundesebene seit September 2014 umgesetzt wird. Das Bundesfamilienministerium lässt ihre Arbeit durch die Demenz Support gGmbH Stuttgart begleiten.

Weitere Informationen unter www.lokale-allianzen.de