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Mi 18.09.2013

Deutschlandweites Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren steigt auf 40,3 Prozent

Vergleich der aktuellen Länder-Angaben mit den Destatis-Zahlen vom vergangenen Kitajahr belegt Riesen-Anstrengungen beim Endspurt um den Kita-Rechtsanspruch

Das Statistische Bundesamt Destatis hat heute (18. September) die März-Quoten der Kinder unter drei Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen veröffentlicht. Ein Vergleich dieser Daten aus dem vergangenen Kitajahr mit den aktuellen Betreuungsplatz-Zahlen aller Bundesländer (Kitajahr 2013/14) erlaubt erstmals eine Darstellung des außerordentlichen Endspurts von Ländern und Kommunen beim Kita-Ausbau in den letzten Monaten vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs:

Im deutschlandweiten Durchschnitt entsprechen die von den Bundesländern zuletzt gemeldeten Betreuungsplatz-Zahlen einer Betreuungsquote von 40,3 Prozent - das sind 11 Prozentpunkte mehr als die von Destatis für März 2013 errechnete Betreuungsquote.

Vergleich Tabelle 1 "Ausbau-Dynamik: Betreuungsquoten und Kita-Plätze/-Kinder U3"

Diese große Dynamik der letzten Monate spiegelt sich auch bei Bewilligung und Abruf von Bundesgeldern wider:

Vergleich Tabelle 2 "Ausbau-Dynamik in Euro (Bundesmittel)"

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärt dazu: "Insbesondere die Städte und Gemeinden haben Riesen-Anstrengungen hinter sich, um den Rechtsanspruch deutschlandweit rechtzeitig insgesamt zu erfüllen. Wo es an einzelnen Orten hakt, muss natürlich umgehend nachgebessert werden, aber dafür steht noch viel unverbrauchtes Bundesgeld für die Länder und Kommunen zur Verfügung. Fast 808 Millionen Euro Bundesgelder sind aktuell noch für den Kita-Ausbau abrufbar. Viele Länder haben auch eigene Förderprogramme, die noch nicht ausgeschöpft sind. Das zeigt, der Ausbau ist mit dem Start des Rechtsanspruchs keineswegs zu Ende, wir machen weiter. Ganz besonders wichtig ist, dass wir weiterhin neben dem quantitativen Ausbau die Qualität der Kinderbetreuung stärker in den Vordergrund stellen. Im Interesse von Kindern, Eltern und Erziehern sollten Bund und Länder direkt nach der Bundestagswahl eine gemeinsame Arbeitsgruppe einrichten, um über die Bundesländergrenzen hinweg für ganz Deutschland gültige Kita-Qualitätsstandards festzulegen und umzusetzen. Das, was die Länder da bislang an Verbesserungs-Vorschlägen vorgelegt haben, darf nicht Papier bleiben sondern muss Wirklichkeit in ganz Deutschland werden."

HINWEIS:
Die ausgewiesenen Anstiege sind Maximalwerte, die durch die unterschiedliche Zählweise der Bundesländer einerseits und des Statistischen Bundesamtes andererseits begründet sind: Die Bundesländer haben dem Bund die Zahl der Kita-Plätze für unter Dreijährige gemeldet. Das Statistische Bundesamt hat nicht die tatsächlich vorhandenen Kita-Plätze gezählt, sondern die Zahl der unter dreijährigen Kinder in Betreuungseinrichtungen. Durch diese Zählweise werden zehntausende tatsächlich vorhandene Betreuungsplätze für unter Dreijährige vom Statistischen Bundesamt nicht mitgezählt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de.