Di 13.09.2011
"Monitor Familienleben 2011" belegt unverändert hohe Bedeutung der Familienpolitik für Menschen in Deutschland
Eltern wollen ihre Kinder möglichst gut in ihrer Entwicklung unterstützen, gut für ihre Kinder sorgen können, ausreichend für sie Zeit haben und ein gutes unterstützendes Umfeld vorfinden. Das geht aus dem "Monitor Familienleben 2011" des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, heute (Mittwoch) gemeinsam mit Allensbach-Geschäftsführerin Professor Dr. Renate Köcher in Berlin vorgestellt hat. Familie ist für die Deutschen herausragend wichtig und Familienpolitik hat trotz dringlicher politischer Aufgaben wie die Staatsverschuldung eine dauerhaft hohe Bedeutung.
"Familien brauchen eine Familienpolitik, die verlässlich ist und Zuversicht vermittelt. Das gilt für die finanzielle Unterstützung ebenso wie für den Ausbau der Kinderbetreuung", so Bundesministerin Kristina Schröder. "Und Menschen brauchen Zeit für Verantwortung. Für mich gilt ganz klar: Familie zuerst! - und deswegen wird mit mir am Elterngeld auch nicht gerüttelt."
"Die große Mehrheit der Bevölkerung ist davon überzeugt, dass die meisten Eltern in der ersten Zeit nach einer Geburt auf das Elterngeld angewiesen sind. 83 Prozent der Eltern, die Elterngeld beziehen oder bezogen haben, sind dieser Meinung. 79 Prozent halten das Elterngeld für eine gute Regelung", erläutert Prof. Dr. Renate Köcher. "Gleichwohl halten immer noch mehr als die Hälfte der Eltern (58 Prozent im Vergleich zu 2010 mit 71 Prozent) die finanzielle Hilfe für Familien für nicht ausreichend."
Der "Monitor Familienleben 2011" ergibt: Familien wollen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei die wichtigste Aufgabe verlässlicher Familienpolitik. Aus Sicht der Menschen ist es vor allem die Arbeitswelt, die noch zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt. Und: Die Vereinbarkeitsprobleme sind bei den Vätern angekommen. 81 Prozent der Väter sehen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtigste Aufgabe von Familienpolitik.
Die wichtigsten Ergebnisse des Familienmonitors 2011 lauten:
Deshalb setzt Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zusammen mit den Unternehmen auf die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" Im Februar 2012 gibt es eine erste Bilanz der von ihr gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ins Leben gerufenen Initiative. Bereits im Oktober 2011 startet eine neue Runde des Unternehmenswettbewerbs "Erfolgsfaktor Familie".
Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hat das Institut für Demoskopie Allensbach nun zum vierten Mal die Entwicklung des Familienlebens in Deutschland repräsentativ untersucht. Weitere Informationen zur Familienpolitik der Bundesregierung finden Sie unter www.bmfsfj.de.