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Di 25.01.2011

Bundesfamilienministerium und Deutscher Pflegerat wollen gemeinsam Pflege älterer Menschen sichern

Die professionelle Pflege ist auf Grund des demografischen Wandels ein Berufsfeld mit großer Zukunft. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deswegen mit dem Deutschen Pflegerat heute in einer Gemeinsamen Erklärung Kriterien formuliert, wie die in der Pflege und Betreuung tätigen Männer und Frauen heute und in Zukunft besser auf die Herausforderungen ihres Berufes vorbereitet werden sollen. Wichtigstes Ziel: Eine modernisierte und zusammengeführte Pflegeausbildung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür erarbeiten das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium bereits in einer gemeinsamen Bund-Länder-Arbeitsgruppe.

"Wir müssen die Pflegeberufe insgesamt - und speziell auch für Männer - attraktiver machen", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Wer sich fort- und weiterbilden lässt, dem stehen viele Wege offen - von der fachlichen Spezialisierung bis hin zur Lehrtätigkeit oder Leitung eines Heimes. Ich möchte vor allem junge Männer für das Berufsfeld Altenpflege gewinnen. Mit Aktionen wie dem ersten bundesweiten Boys' Day im nächsten April wollen wir Jungen und Männer dafür begeistern", so Kristina Schröder.

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, erklärt: "Es geht nicht zuletzt darum, die bereits vorhandenen Potenziale des Berufsfeldes Pflege zu nutzen, sondern auch neue Perspektiven zu eröffnen. Der Pflegeberuf ist immer noch für viele Menschen eine attraktive Berufswahl, allerdings nicht immer zu den derzeitigen Bedingungen".

Handlungsbedarf gibt es bei Weiterbildung, Personalmanagement und Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen. Besondere Bedeutung hat eine qualifizierte Ausbildung. Bundesfamilienministerium und Deutscher Pflegerat setzen sich daher für eine dreijährige Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss ein. Darüber hinaus gilt es neue Zielgruppen zu erschließen. Angesichts des Fachkräftemangels müssen für Pflegeberufe geeignete Menschen zu qualifizierten Fachkräften umgeschult und weitergebildet werden.

Die Zahl der älteren Menschen in Deutschland, die Hilfe und Pflege benötigen, nimmt stetig zu. Sie wird nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes von aktuell rund 2,4 Millionen Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2020 um etwa 500.000 auf 2,91 Millionen ansteigen. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Pflegebedürftigen auf mehr als 3,3 Millionen wachsen. Das sind etwa 40 Prozent mehr als heute.

Die gemeinsame Erklärung des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Pflegerates finden Sie im Folgenden: