Do 09.12.2010
Mehrgenerationenhäuser sollen Knotenpunkte für bürgerschaftliches Engagement werden / Folgeprogramm wird 2011 ausgeschrieben
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt auch in Zukunft auf die Erfahrung und Kompetenz aller Engagierten in den Mehrgenerationenhäusern. Vor allem die neuen Themen "Alter und Pflege" sowie "Integration und Bildung" sollen das Profil der Mehrgenerationenhäuser schärfen. Die aktuelle Förderperiode war von vorneherein auf fünf Jahre angelegt und läuft für die ersten Häuser Ende 2011 aus.
"Die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mehrgenerationenhäusern muss weitergehen", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Das Konzept hat sich bewährt - jetzt werden wir es in die Zukunft tragen."
Pflege und Integration Schwerpunkte des neuen Förderprogramms
Das Folgeprogramm wird im Jahr 2011 öffentlich ausgeschrieben. Auch in Zukunft wird der generationenübergreifende Ansatz die Arbeit der Häuser prägen. Unerlässlich ist außerdem die Unterstützung der Kommunen. Diese ist ein entscheidender Indikator dafür, ob und wie die Mehrgenerationenhäuser im kommunalen Angebot verankert sind. Daher sollen die Kommunen eine stärkere Rolle als bisher übernehmen, auch in Form einer Beteiligung an der Finanzierung. Folgende inhaltliche Schwerpunkte möchte das Bundesfamilienministerium mit dem Folgeprogramm setzen:
"Alter und Pflege"
"Integration und Bildung"
"Haushaltsnahe Dienstleistungen"
"Freiwilliges Engagement"
Mehrgenerationenhäuser erfolgreiche Orte der Begegnung
Die bundesweit rund 500 Einrichtungen geben Raum für gemeinsame Aktivitäten, bieten Angebote zur Kinderbetreuung und zur Betreuung älterer Menschen und schaffen so ein neues nachbarschaftliches Miteinander. Bundesweit unterstützen mehr als 16.000 Freiwillige die Arbeit in den Häusern, mehr als 60 Prozent der Aktiven in den MGH sind freiwillig Engagierte. Mehrgenerationenhäuser kooperieren vielfach erfolgreich mit lokalen Partnern: insgesamt brachten sie es 2009 auf mehr als 23.000 Kooperationspartner - im Durchschnitt 46 Allianzen pro Haus. Unternehmen und Wirtschaftsverbände bilden mit einem knappen Viertel die größte Gruppe der Projektpartner.
"Mehrgenerationenhäuser sind eine ganz wichtige Anlaufstelle für Alt und Jung. Zuverlässig und für alle Altersgruppen mobilisieren und organisieren sie Zeit für Verantwortung außerhalb der Familie", sagt Kristina Schröder. "Mit ihren vielen freiwillig Engagierten unterstützen die Häuser berufstätige Eltern genau so wie Menschen, die Angehörige pflegen. Gleichzeitig geben sie wichtige Impulse für gesellschaftliches Engagement. Dieses Engagement möchte ich erhalten und auf eine tragfähige Basis für die Zukunft stellen."
Im Januar sollen dazu Gespräche mit Ländern und Kommunen stattfinden. In diesen soll gemeinsam festgelegt werden, wie die Mehrgenerationenhäuser - auch über das Folgeprogramm hinaus - nachhaltig etabliert und dauerhaft in lokale Infrastrukturen eingegliedert werden können.
Informationen zum laufenden Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser finden Sie unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.