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Mo 29.11.2010

Kristina Schröder: "Vom ehrenamtlichen Engagement profitieren alle, auch die Freiwilligen selbst"

Bundesfamilienministerium stellt Dritten Freiwilligensurvey vor

Der Dritte Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums bestätigt: Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland über 14 Jahren (36 Prozent der Gesamtbevölkerung) ist freiwillig oder ehrenamtlich aktiv. Dieses und weitere Ergebnisse des Freiwilligensurveys werden morgen auf der Tagung "Engagement - Arbeit - Zeit. Engagement und Erwerbsarbeit" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Wer sich freiwillig für andere einsetzt, ist eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Wir müssen diese Leistungen stärker anerkennen und fördern. Der aktuelle Freiwilligensurvey zeigt: Es gibt eine große Bereitschaft zum Engagement bei Jung und Alt. Diese Bereitschaft müssen wir unterstützen. Denn vom ehrenamtlichen Engagement profitieren nicht nur die anderen, sondern auch die Freiwilligen selbst."

Durch den Dritten Freiwilligensurvey kann jetzt erstmals über einen Zeitraum von 10 Jahren die Entwicklung des freiwilligen Engagements in Deutschland fundiert beschrieben werden. Dabei wird deutlich, dass Jugendliche eine der zivilgesellschaftlich aktivsten Gruppen sind und das größte Engagementpotenzial der Gesamtbevölkerung haben. Gleichzeitig ist jedoch ein leichter Rückgang ihres Engagements (1999: 37 Prozent; 2004: 36 Prozent; 2009: 35 Prozent) zu verzeichnen.

Ältere Menschen sind dagegen in den vergangenen Jahren ehrenamtlich immer aktiver geworden. Von den 60- bis 69-Jährigen waren 2009 bei 37 Prozent freiwillig engagiert, bei den über 70-Jährigen hat sich dieser Anteil sogar um 5 Prozentpunkte auf 25 Prozent erhöht. Auffallend ist, dass ältere Menschen zunehmend für die Gesellschaft wichtige Aufgaben in den Bereichen Soziales, Pflege und  Betreuung übernehmen.

Betrachtet man das geschlechtsspezifische Engagement, so wird deutlich, dass immer noch mehr Männer freiwillig aktiv sind als Frauen (2009: 40 bzw. 32 Prozent). Dies betrifft insbesondere die jüngeren Jahrgänge. Der Grund ist in vielen Fällen, dass Frauen gerade in dieser Lebensphase Ausbildung oder Beruf und Familiengründung miteinander vereinbaren müssen und keine Zeit für weitere Aktivitäten bleibt.

Der Freiwilligensurvey ist die größte aktuelle Untersuchung zur Zivilgesellschaft und zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Seit 1999 stellt er alle fünf Jahre umfangreiche und detaillierte Informationen zur Verfügung.