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Mi 08.09.2010

Kristina Schröder: "Immer mehr Menschen in Deutschland wollen sich Zeit für Verantwortung nehmen"

Deutscher Alterssurvey belegt starken Zusammenhalt zwischen den Generationen / Bedeutung der Pflege in der Familie wächst

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat heute (Mittwoch) in Berlin die Ergebnisse der dritten Welle des Deutschen Alterssurvey vorgestellt. Die Untersuchung gibt einen Überblick über die Lebenssituation älterer und alter Menschen in Deutschland. Zentrales Ergebnis: Es gibt keinen Konflikt der Generationen - der Zusammenhalt im Familien- und Freundeskreis ist für Ältere weiterhin von zentraler Bedeutung.

"Der Alterssurvey zeigt deutlich: Jung und Alt unterstützen sich in vielen Bereichen und nehmen sich Zeit für Verantwortung. Das macht mir Mut, dass wir den demografischen Wandel erfolgreich gestalten können", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Trotz zunehmender Mobilität sind Familien nach wie vor füreinander da. Das ist vor allem für ältere Menschen wichtig, die der Pflege bedürfen. Deshalb werden gerade sie und ihre pflegenden Angehörigen von der Familienpflegezeit profitieren, die ich einführen möchte," so Kristina Schröder.

Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine seit 1996 existierende, bundesweit repräsentative Befragung. Sie wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und gibt einen dauerhaften Überblick über die Lebenssituation und Lebensplanungen von Menschen in der zweiten Lebenshälfte (40 Jahre und älter). Wesentliche Ergebnisse der dritten Befragungswelle des Alterssurvey sind:

  • 2008 kümmerte sich jeder Siebte zwischen 40 und 65 Jahren um einen hilfe- und pflegebedürftigen Menschen. Jeder Dritte davon sorgte für einen nahen Angehörigen mit Pflegebedarf und immerhin jeder Fünfte für jemanden außerhalb des engsten Familienkreises.
  • Gerade ältere Menschen wollen sich engagieren: 28 Prozent der 40- bis 85-Jährigen, die nicht Mitglied eines Vereins, einer Gruppe oder Organisation sind, wären an einem Engagement interessiert.
  • 61 Prozent der 70- bis 85-Jährigen sind verheiratet - so viele wie noch nie, 89 Prozent haben Kinder und 77 Prozent Enkelkinder.
  • Gegenwärtig finden die meisten 40- bis 85-Jährigen emotionale Nähe und Unterstützung bei ihren Partnerinnen oder Partnern und ihrer Familie. Parallel dazu wächst die Bedeutung von Freundschaft, Nachbarschaft und Kollegenkreis.

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Broschüre "Altern im Wandel. Zentrale Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys (DEAS)", die über das Bundesfamilienministerium zu beziehen ist. Informationen zur Politik der Bundesregierung für ältere Menschen finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de.