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Di 11.08.2009

Ursula von der Leyen: "Initiative JUGEND STÄRKEN lotst benachteiligte Jugendliche zurück auf den richtigen Weg"

Bundesjugendministerin besucht in Niedersachsen zwei erfolgreiche Projekte zur Unterstützung junger Menschen mit schlechten Startbedingungen

Junge Menschen aus sozial schwachen Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer in der Schule und auf ihrem Weg in den Beruf. Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diesen Jugendlichen maßgeschneiderte und verlässliche Unterstützung. Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen besucht am Dienstag (11. August 2009) zwei erfolgreiche Projekte der Initiative in Niedersachen:

11:30 Uhr  Koordinierungsstelle 2. Chance, Jugendhof Steinkimmen, Am Jugendhof 35, 27777 Ganderkesee-Steinkimmen

14:00 Uhr  Lokale Koordinierungsstelle STÄRKEN vor Ort / Bürgerzentrum Achim, Magdeburger Str. 11, 28832 Achim 

"Es gibt Jugendliche, die bereits zu Beginn ihres Lebens am Rand unserer Gesellschaft stehen und es schwerer haben als Gleichaltrige. Diese Jugendlichen dürfen wir nicht verloren geben, nur weil sie schlecht in die Schule oder in die Ausbildung gestartet sind", sagt Ursula von der Leyen anlässlich der Projektbesuche. "Alle jungen Menschen haben Stärken und Talente. Deswegen müssen wir ihnen in schwierigen Phasen helfen, nicht den Anschluss zu verlieren. Unsere Initiative JUGEND STÄRKEN bietet diesen Jugendlichen erfolgreich ein dichtes Netz der Hilfe an und zwar dort, wo es besonders wichtig ist: vor Ort!", so von der Leyen weiter.

Informationen zur Initiative JUGEND STÄRKEN
Die Initiative JUGEND STÄRKEN besteht aus vier Programmen: Schulverweigerung - Die 2. Chance, Kompetenzagenturen, Jugendmigrationsdienste sowie "STÄRKEN vor Ort". Die vier Programme werden in ganz Deutschland inzwischen an mehr als 1.000 Standorten umgesetzt. Ziel der ersten beiden Programme ist es, harten Schulverweigerern den Weg zurück in die Schulen zu ebnen, beziehungsweise Jugendlichen neue Perspektiven zu eröffnen, die nach der Schule verloren gegangen und nicht in einer Ausbildung oder Qualifizierung angekommen sind.


Die Jugendmigrationsdienste fördern und stärken ganz gezielt die Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund. STÄRKEN vor Ort knüpft an das erfolgreiche Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" an und richtet sich an Initiativen, die Jugendliche mit schlechteren Startchancen und Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen. Für diese vier Bausteine stellt das Bundesjugendministerium in den Jahren 2008 bis 2011 aus nationalen und europäischen Mitteln (Europäischer Sozialfonds) 367 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der vorwiegend kommunalen Kofinanzierung verfügt die Initiative damit über mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Informationen zum Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance
Als Beitrag des Bundes zur Senkung der nach wie vor hohen Zahl der Schulabbrecher in Deutschland weitete das Bundesjugendministerium das Programm bis Januar 2009 von 75 auf 194 Standorte aus. Von den insgesamt rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten 104 in den 26 Standorten in Niedersachsen. Für die Förderjahre 2008 bis 2011 stehen rund 84 Millionen Euro aus ESF-Mitteln zur Verfügung, davon ca. 13 Prozent für Niedersachsen. Ziel ist es, im ersten Förderjahr, das im August 2009 endet, bundesweit mehr als 5.000 "harte" Schulverweigerer zu erreichen, davon 650 in Niedersachsen.

Weitere Informationen zur Initiative JUGEND STÄRKEN sowie zu den vier Bausteinen der Initiative finden Sie im Internet unter www.jugend-staerken.de.