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Mi 15.07.2009

Ursula von der Leyen: "Bürgerschaftliches Engagement ist die Triebfeder für die Zukunft unserer Gesellschaft"

Bundeskabinett stimmt nationaler Engagementstrategie zu

Die Bundesregierung will das bürgerschaftliche Engagement stärker fördern. Das Bundeskabinett hat heute den Eckpunkten einer nationalen Engagementstrategie zugestimmt. Damit sollen die Rahmenbedingungen für das freiwillige Engagement verbessert und weiter entwickelt werden. Das Nationale Forum für Engagement und Partizipation wird gebeten, bis zum Herbst konkrete Handlungsvorschläge zu erarbeiten. Die nächste Bundesregierung wird so Empfehlungen vorfinden, wie das freiwillige Engagement in Deutschland gestärkt werden kann.

"23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich heute schon freiwillig. Die Kraft des bürgerschaftlichen Engagements eröffnet riesige Chancen für die Zukunft unserer Gesellschaft", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen. "Wenn wir die Potenziale weiter erschließen wollen, müssen wir es den Menschen aber noch einfacher und attraktiver machen, für andere aktiv zu werden. Ich freue mich sehr, dass die Expertinnen und Experten des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation aus Bund, Ländern und Kommunen, Verbänden und Initiativen, Wirtschaft und Wissenschaft ganz konkrete Vorschläge dazu erarbeiten. Soviel gebündelter Sachverstand ist einmalig in der Geschichte des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen und Konzepte, die in den kommenden Monaten entstehen."

Ziel der Bundesregierung ist es, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliche Aktivitäten zu verbessern, die Bereitschaft für ein Engagement zu stärken und die Qualifikationen der Freiwilligen zu erweitern. Das Nationale Forum für Engagement und Partizipation soll daher unter anderem Empfehlungen erarbeiten zu:

  • Förderung des freiwilligen Engagements durch Bund, Länder und Kommunen
  • Erleichterungen im Steuer-, Gemeinnützigkeits-, Spenden- und Vereinsrecht
  • Ausbau der Infrastruktur (Anlauf- und Beratungsstellen, Vermittlung, Abstimmung von Angebot und Nachfrage)
  • verstärkter Qualifizierung und Weiterbildung der Freiwilligen
  • Erschließung neuer Gruppen für das freiwillige Engagement
  • neuen Angebotsformen (z.B. kurzfristige Möglichkeiten, sich zu engagieren)
  • Engagementförderung durch Unternehmen
  • Verbesserungen beim Versicherungsschutz für freiwillig Engagierte

Engagementpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die zukünftig abgestimmt mit allen Bundesministerien entwickelt und vorangetrieben werden soll. Mit den Eckpunkten der nationalen Engagementstrategie bringen alle Ressorts die Regierungsinitiative "ZivilEngagement: Engagementpolitik wirksam gestalten" als gemeinsame Strategie auf den Weg.