Inhalt

Mo 30.03.2009

Bundesfamilienministerium unterstützt Gründung des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation

Bundesregierung will gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Wirtschaft und Trägern der Zivilgesellschaft neues Fundament der Engagementpolitik in Deutschland legen

Erstmals in der Geschichte Deutschlands entwirft das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine abgestimmte Strategie zur Weiterentwicklung der Engagementpolitik. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement dauerhaft zu fördern und zu stärken. Dazu ist eine enge Abstimmung des Bundes mit den Ländern, kommunalen Spitzenverbänden, Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie Trägern der Zivilgesellschaft, Kirchen, Wirtschaft und Wissenschaft notwendig. Diese Aufgabe übernimmt ab April das neue "Nationale Forum für Engagement und Partizipation".

"23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig - sei es in der Kirchengemeinde, im Sportverein oder im Mehrgenerationenhaus. Sie geben Zeit oder Geld, um für Andere da zu sein. Dafür gebührt Ihnen Respekt, Anerkennung und Unterstützung",  sagt Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. "Ihr Engagement braucht jedoch die passenden Rahmenbedingungen - diese zu schaffen ist Aufgabe der Politik. Gemeinsam und in enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Ländern, Kommunen und Wirtschaft wollen wir einen Prozess einleiten, mit dem engagementpolitische Schwerpunkte in Zukunft zielgerichteter identifiziert, weiterentwickelt und umgesetzt werden können. Das hilft dem Land genauso wie jedem Einzelnen, der sich engagieren und für andere da sein möchte", so Hoofe.

Im April soll das "Nationale Forum für Engagement und Partizipation" seine Arbeit aufnehmen. Grundlage seiner Arbeit sind die Ergebnisse verschiedener Dialogforen mit rund 250 Expertinnen und Experten aus Staat, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Die erste Konferenz findet am 27. April 2009 im Paul-Löbe-Haus in Berlin statt. Das Forum ist angesiedelt unter dem Dach des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement und wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. Prof. Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrats des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, begrüßt die Initiative des Bundesfamilienministeriums: "Mit dem Entwicklungsprozess zu einer nationalen Engagementstrategie werden wir in Deutschland die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements voranbringen. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ist als engagementpolitisches Netzwerk zur nachhaltigen Unterstützung dieses Prozesses bereit."

Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinschaft. Es pflegt gemeinsame Werte als Grundlage des Zusammenlebens, sichert den Zusammenhalt zwischen den Generationen und festigt so als starkes Fundament unsere Demokratie. Engagement hilft aber auch, die Situation jedes Einzelnen zu verbessern, indem es die Teilhabe an der Gesellschaft stärkt und Integration fördert. 36 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren sind in Deutschland bereits freiwillig aktiv, davon viele in Verbänden, Vereinen, Initiativen und Stiftungen.