Fr 06.05.2011
Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer
Im Mittelpunkt der Gleichstellungspolitik des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stehen sowohl faire Chancen für Frauen als auch gezielte Maßnahmen und Projekte für Jungen und Männer.
Männliche Erzieher in Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas"
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat 2010 das Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas" gestartet, um mehr männliche Fachkräfte für die Arbeit in Kindertagesstätten zu gewinnen. Vorrangiges Ziel ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken und Männer bei der Entscheidung zu unterstützen, den Erzieherberuf zu wählen.
Netzwerk "Neue Wege für Jungs"
Das Netzwerk "Neue Wege für Jungs" startete im Frühjahr 2005 als bundesweites Pilotprojekt des Bundesfamilienministeriums und ist als Vernetzungsprojekt mit Service-Büro konzipiert. Es bündelt, unterstützt und regt regionale Angebote an, die sich speziell an Jungen (Schüler der Klassen 5 bis 10) richten und Fragen zur Berufs- und Lebensplanung aufgreifen.
Boys' Day
Am 14. April fand erstmals der bundesweite Boys‘ Day statt. Mehr als 90 Initiativen und über 34.000 Teilnehmer haben am Aktionstag teilgenommen. Am Boys' Day laden Einrichtungen, Organisationen, Unternehmen, Schulen und Hochschulen Schüler ab der 5. Klasse ein. Sie sollen Einblick in unterschiedliche Berufe bekommen, die sie bislang eher selten in ihre Berufswahl einbeziehen. Der Boys' Day wird im Rahmen des Netzwerkes "Neue Wege für Jungs" gefördert.
Interessenverband "Bundesforum Männer"
Das Netzwerk "Bundesforum Männer" versteht sich als bundesweite Interessenvertretung der gleichstellungspolitisch orientierten Organisationen der Männer-, Jungen- und Väterarbeit sowie der Forschung zu Jungen und Männern. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz sowie die Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands.
Beirat Jungenpolitik
Der Beirat Jungenpolitik besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikern der Jungenarbeit. Als Experten in eigener Sache kommen sechs männliche Jugendliche hinzu. Hauptaufgabe des Beirats ist es, die Politik zu beraten und Anregungen für geeignete politische Programme zu entwickeln.
