Willkommen bei Freunden

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Willkommen bei Freunden: Aktion Zusammenspiel

Banner Aktion Zusammenspiel

Um das Miteinander von Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern zu stärken, ruft das Bundesfamilienministerium Initiativen, Organisationen und Vereine in ganz Deutschland dazu auf, sich in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements vom 11. bis 20. September an der "Aktion Zusammenspiel – Bündnisse für junge Flüchtlinge" zu beteiligen. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Begegnung zwischen Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern, denn ein fröhliches Miteinander hilft Groß und Klein dabei, Vorurteile und Ängste abzubauen und einander näher zu kommen. Mehr

Aufruf von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Manuela Schwesig, Bildnachweis: Bundesregierung / Denzel

"Sehr geehrte Damen und Herren,
rund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind laut UNICEF noch Kinder. Viele von ihnen kommen sogar ohne die Begleitung ihrer Eltern oder eines anderen Erwachsenen zu uns. In Flüchtlingsunterkünften fehlen Kindern und Jugendlichen oft gute Möglichkeiten zum gemeinsamen Spiel und zur gegen - seitigen Begegnung. Insbesondere das Miteinander mit einheimischen Kindern kann vielerorts noch gestärkt werden. Wir als Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) planen deshalb im Rahmen unserer Aktivitäten unter dem Motto "Willkommen bei Freunden: Aktion Zusammenspiel - Bündnisse für junge Flüchtlinge" eine deutschlandweite Aktion, in deren Mittelpunkt stehen soll, Begegnungen zwischen einheimischen und geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Familien zu organisieren. (...)" Mehr

Aufruf als Briefbogen zum Download (PDF)

Bundesprogramm für junge Flüchtlinge

Bündisse für junge FlüchtlingeRund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind laut UNICEF noch Kinder. Viele von ihnen kommen ohne die Begleitung ihrer Eltern oder eines anderen Erwachsenen hier an. Geflohen vor Verfolgung, Krieg, Terror und Unterdrückung haben sie sich auf den beschwerlichen Weg gemacht.

Damit die Wege von nun an leichter sind – für sie und die Kommunen – hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden" ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, Kommunen bei der Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu unterstützen.

Sechs regionale Servicebüros der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung helfen ab Juli 2015 Städten und Landkreisen dabei, junge Flüchtlinge in Kita und Schule willkommen zu heißen und beim Übergang ins Berufsleben zu begleiten. Sie bieten nicht nur Beratungen und Qualifizierungen für Mitarbeiter kommunaler Einrichtungen an, sondern unterstützen auch bei der Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen vor Ort. Eine finanzielle Förderung einzelner Projekte durch das Programm "Willkommen bei Freunden" findet nicht statt.

Städte, Kommunen und ehrenamtlich organisierte Personen, die Bündnisse gründen wollen, können sich ab sofort bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung melden:
Tel.: 030/2576 76 803
E-Mail: wbf@dkjs.de

Weitere Informationen auch unter www.willkommen-bei-freunden.de.

Beispiele für Engagement

Bereits heute gibt es in vielen Städten und Gemeinden Initiativen, in denen sich Menschen mit viel Engagement dafür einsetzen, Flüchtlinge willkommen zu heißen und Ihnen die nächsten Wege zu erleichtern. Zum Beispiel der Berliner Verein Champions ohne Grenzen, der Fußballtrainings mit jungen Flüchtlingen organisiert. Oder der Verein SCHWACH+STARK, der Flüchtlingsfamilien im Erzgebirge unterstützt.   

Porträt von Carolin Gaffron

"Ich möchte den Menschen ein Stück Heimat wiedergeben"

Carolin Gaffron trainiert seit drei Jahren jugendliche Flüchtlinge im Fußball. Die 33-Jährige besitzt einen Master in Soziokulturellen Studien und leitet das wöchentliche Training der "Champions ohne Grenzen" beim FSV Hanser 07 in Berlin Kreuzberg. Hier spielen Deutsche und Geflüchtete, wie Carolin Gaffron sie nennt, gemeinsam Fußball – den Sport, den die meisten bereits aus ihren Herkunftsländern kennen und der weltweit verbindet.


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Porträt von Mirja Halm

"Durch Vorlesen entsteht ein schönes Gemeinschaftsgefühl"

Mirja Halm, 36 Jahre, ist Sozialpädagogin an der Grundschule Medinghoven und betreut den Übergang der Kinder vom Kindergarten zur Grundschule. In ihrem Vorleseprojekt lesen Grundschulkinder Bilderbücher im Kindergarten vor. Das Projekt wird von den Kindern so begeistert aufgenommen, dass die Schüler nun auch nachmittags freiwillig aus der OGS  in der Kindergartengruppe zum Vorlesen vorbeikommen. Es gibt auch Flüchtlingskinder im Kindergarten und in der Grundschule, die dieses Angebot begeistert aufnehmen.


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Porträt von Hartmut Decker

"Das Wichtigste ist, dass die Menschen Wertschätzung erfahren"

Hartmut Decker ist Vorstand im Verein SCHWACH+STARK e.V., der sich für Sozialschwache, auch für Asylbewerber und Flüchtlinge einsetzt. Der berufliche Werdegang von Hartmut Decker, Jahrgang 1952, ist durch vielfältige Erfahrungen geprägt: Nach elfjähriger Tätigkeit als evangelischer Pastor der Freikirche hat er unter anderem als IT-Techniker gearbeitet und engagiert sich nun als Sozialarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen. Momentan betreut er mit seinem Verein ungefähr 60 geflüchtete Personen. Die Hälfte davon sind Kinder.


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Grußwort

Willkommen bei Freunden

Mehr Informationen zum Programm für junge Flüchtlinge sowie aktuelle Berichte und Termine sind auf der Internetseite des Bundesprogramms zu finden.

Engagieren Sie sich!

Städte, Kommunen und ehrenamtlich organisierte Personen, die Bündnisse gründen wollen, können sich ab sofort bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung melden

Tel.: 030/2576 76 803

E-Mail: wbf@dkjs.de

Mehrgenerationenhäuser

mehrgenerationenhaeuser.de

Rund zwei Drittel aller Mehrgenerationenhäuser engagieren sich bereits in der Flüchtlingsarbeit oder planen es noch in diesem Jahr. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Sprach- und Begegnungsangebote.

Demokratie leben!

demokratie-leben.de

Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" fördert ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf kommunaler, regionaler, auf Landes- und Bundesebene.Viele Partnerschaften haben Themen wie "Asyl", "Flucht/Flüchtlinge" und "Willkommenskultur" als Schwerpunkt gewählt.