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Fr 05.02.2016

Zuhause im Alter - Wohnen im Alter

Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Wohnen heißt, ein Zuhause zu haben und einen Raum für gelebte Beziehungen mit anderen Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer für alle Lebensphasen standardmäßig ausgestatteten Wohnung. Die meisten wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.

Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen so lange wie möglich - das ist das Ziel der Programme und Projekte des Bundesfamilienministeriums rund um das Thema "Zuhause im Alter - Soziales Wohnen".

Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen"

Das Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen" basiert auf der Demografiestrategie der Bundesregierung. Ziel des Programms ist es, Angebote bestehender Einrichtungen bedarfsorientiert hinsichtlich niedrigschwelliger Hilfen, Informationsvermittlung und Beratung weiterzuentwickeln. Von großer Bedeutung ist hierbei die Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements und die Vernetzung mit anderen Angeboten vor Ort.

Rund 300 Kommunen und Träger werden im Rahmen des Programms gefördert. Für das Programm stehen bis Ende 2016 insgesamt rund 7 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Weitere Informationen sowie eine Liste der ausgewählten Projekte sind auf dem Serviceportal "Zuhause im Alter" abrufbar.

Modellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben"

Mit dem neuen Modellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben" werden beispielgebende gemeinschaftliche Wohnprojekte gefördert, die Vorbildwirkung entfalten und zur Nachahmung anregen. Anhand der Projekte wird zudem eine Analyse vorgenommen, um die Bedeutung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten gerade auch für das kommunale Leben aufzubereiten und darzustellen. Das Programm läuft bis Ende 2019. Die zur Förderung ausgewählten Projekte sind im Herbst 2015 mit ihrer Arbeit gestartet.

Musterhaus Generationenwohnen - Sredzki 44

In der Sredzkistraße 44 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg entsteht ein beispielgebendes Projekt des gemeinschaftlichen, altersgerechten und inklusiven Bauens und Wohnens. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und von der Mietergenossenschaft Selbstbau realisiert. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude wird im Zeitraum von 2016 bis 2017 bedarfsgerecht saniert und soll elf Wohnungen für Menschen aller Altersgruppen Platz bieten. Ergänzt wird das Projekt durch ein Informations- und Ausstellungszentrum im Erdgeschoss, das zeigen soll, wie barrierefreies Wohnen unter schwierigen baulichen Bedingungen realisiert werden kann. Zugleich dient dieser Bereich als Gemeinschaftsfläche für die Bewohnerinnen und Bewohner und zum Austausch mit Vereinen und Initiativen des umliegenden Quartiers.

"Altersgerecht umbauen" - Hinweise zur Förderung

Für ältere Menschen erhält die Wohnung als zentraler Lebensort eine immer stärkere Bedeutung. Mehr als 50 Prozent der Seniorinnen und Senioren halten sich mindestens 20 Stunden pro Tag dort auf. Dennoch sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei gestaltet.

Für Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung von Barrieren in bestehenden Wohnungen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - Bankengruppe Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen im Rahmen des Programms "Altersgerecht umbauen". Hiermit können der leichtere Zugang zum Haus, der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts oder notwendige Umbauten in Küche und Bad realisiert werden: Die KfW hält entsprechende Förderbausteine und weiterführende Informationen bereit.