Demenz

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Mi 23.01.2013

Demenz: Lebensqualität verbessern und Pflegende unterstützen

In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,4 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Allein zwei Drittel dieser Personen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jährlich kommen 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Zurückhaltende Schätzungen gehen von etwa 1,8 Millionen Demenzkranken bis zum Jahr 2020 und 3 Millionen Demenzkranken bis zum Jahr 2050 aus. Trotz erheblicher Forschungsanstrengungen gibt es noch keinen Durchbruch in Prävention und Therapie.

An Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen benötigen in besonderer Weise Hilfe und Unterstützung. Dazu gehört es, Fachpersonal zu qualifizieren, die Angehörigen in ihrer Pflege und Betreuung zu unterstützen, ehrenamtliche Engagierte zu gewinnen und zu befähigen, soziale Netzwerke zu schaffen und insbesondere die Versorgungsforschung voranzutreiben.

Betreuung in der Familie unterstützen

Heute werden zwei Drittel der Demenzerkrankten in der Familie betreut und versorgt. Eine wichtige Aufgabe ist daher, die entstehenden psychischen, physischen, finanziellen und sozialen Belastungen der Pflegenden aufzufangen und offen mit den Problemen umzugehen.  Eine Plattform hierfür bietet das Serviceportal Wegweiser Demenz. Dieses Serviceportal informiert, sensibilisiert und fördert das "Hilfewissen" in der Bevölkerung. Zudem bietet es Akteuren die Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Ein selbstbestimmtes Leben, auch im Alter und mit Erkrankung oder Behinderung, gilt es zu fördern und Wege dahin aufzuzeigen. Denn erhöht sich die Lebensqualität der Betroffenen, werden auch die Pflegenden entlastet.

Dann kann der Einsatz von sozialen Diensten, ambulanten Hilfen, aber auch die Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte helfen, den Familienalltag zu erleichtern und den Rahmen vorzugeben, so dass Demenzerkrankte allein im Alltag zurecht kommen und solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.