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Mi 01.07.2009

Demenz: Lebensqualität verbessern und Pflegende unterstützen

In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,2 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Allein zwei Drittel dieser Personen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Hinzu kommen jährlich 250.000 Neuerkrankungen. Nach vorsichtigen Schätzungen wird sich die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2020 auf 1,4 Millionen und bis zum Jahr 2050 auf mehr als 2 Millionen erhöhen. Trotz erheblicher Forschungsanstrengungen gibt es noch keinen Durchbruch in Prävention und Therapie.

An Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen benötigen in besonderer Weise Hilfe und Unterstützung. Dazu gehört es, Fachpersonal zu qualifizieren, die Angehörigen in ihrer Pflege zu unterstützen, ehrenamtliche Engagierte zu gewinnen und zu befähigen, soziale Netzwerke zu schaffen und insbesondere die Versorgungsforschung voranzutreiben.

Betreuung in der Familie unterstützen

Heute werden zwei Drittel der Demenzerkrankten in der Familie betreut und versorgt. Eine wichtige Aufgabe ist daher, die entstehenden psychischen, physischen, finanziellen und sozialen Belastungen der Pflegenden aufzufangen und offen mit den Problemen umzugehen. Genauso wichtig ist es, die Demenzerkrankten in ihrer "eigenen Welt" zu verstehen und wahrzunehmen, bei welchen Tätigkeiten oder an welchem Ort sie positive Empfindungen haben. An diesem Punkt unterstützend einzugreifen und zu fördern, das entlastet die Pflegenden und erhöht die Lebensqualität für die Erkrankten.

Zu fördern ist das "Hilfewissen" in der Bevölkerung. Dann kann der Einsatz von sozialen Diensten, ambulanten Hilfen, aber auch die Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte helfen, den Familienalltag zu erleichtern und den Rahmen zu schaffen, dass Demenzerkrankte allein im Alltag zurecht kommen und solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.

Zu den Themen Pflege, Wohnen und Behinderung finden Sie weitere Informationen in der Rubrik "Hilfe und Pflege".